Red Bull - GP Spanien 2016 - Barcelona - F1 - Freitag - 13.5.2016 sutton-images.com
Renault F1 Motor - 2015
Renault F1 Motor - 2015
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Renault V6 F1 Motor 2014
Renault F1 Motor - 2015 17 Bilder

Red Bull mit Renault für 2017 einig

Neue Motoren für Barcelona-Test

Renault und Red Bull werden bei den Testfahrten nach dem Barcelona-Rennen erstmals die neue Motoren-Ausbaustufe ausprobieren. Zum Einsatz kommt sie aber erst in Kanada. Auch in der kommenden Saison will Red Bull weiter mit Renault-Motoren fahren. Der Vertrag ist fast fix.

Red Bull will Ferrari angreifen. Renault hofft auf den Absprung ins Mittelfeld. Das Wunder, das da helfen soll, hat einen Namen: Renault R.E. 16 V6-Turbo, Spezifikation Nummer 3. Das Triebwerk ist für den GP Kanada avisiert. Die umfangreichen Modifikationen sollen 35 PS bringen. Auf die Rundenzeit übertragen bedeutet das in den Simulationen 0,45 Sekunden.

Renault und Red Bull werden schon kommende Woche wissen, ob die Versprechungen eintreffen. Die beiden Teams bekommen für die beiden Testtage in Barcelona jeweils ein Aggregat der Motor-Ausbaustufe. Theoretisch könnte das Triebwerk schon in Monaco eingesetzt werden, doch ein vorgezogenes Debüt birgt Risiken.

Es gibt noch nicht genügend Ersatzteile. Wenn während der freien Trainingssitzungen etwas kaputtgeht, droht eine Startplatzstrafe. Und das tut in Monaco besonders weh. "Und da ist der Zeitgewinn vom Motor her kleiner als anderswo", erzählt ein Renault-Ingenieur.

FIA will wissen, wer 2017 keinen Motorvertrag hat

Die Bereitstellung des Triebwerks für Red Bull ist ein Fingerzeig, dass die Franzosen mit dem einst so ungeliebten Partner unbedingt weitermachen wollen. Der Deal sei zu 99 Prozent fix, meinte Teamchef Christian Horner. Es gibt nur noch Verhandlungsbedarf beim Preis.

Im Moment bezahlt Red Bull 28 Millionen Euro. Die stolze Summe erklärt sich daraus, dass Renault letztes Jahr die Notsituation des Teams aus Milton Keynes ausgenutzt hat. Red Bull stand bis Mitte November 2016 ohne Motor da.

Inzwischen hat sich das Verhältnis der ungleichen Partner wieder deutlich verbessert. "Renault will mit uns weitermachen, weil wir für das Werksteam eine gute Messlatte sind", erklärt Horner. Kommende Woche dürfte Klarheit herrschen. Die FIA will bis zum 16. Mai von den Teams wissen, ob sie für 2017 einen Motorenvertrag haben oder Gefahr laufen im nächsten Jahr ohne Antriebseinheit dazustehen.

McLaren will keine anderen Honda-Teams

Falls sich der Fall Red Bull wiederholt, kann die FIA einen Motorhersteller verpflichten, das entsprechende Team zu beliefern. Für mindestens 12 Millionen Euro. Das wäre vermutlich aber auch der Endpreis, weil kein Team freiwillig mehr bezahlen würde.

Es trifft den Hersteller mit dem kleinsten Kundenkreis. Würde Red Bull sich nicht mit Renault einigen, hätten sowohl Renault als auch Honda nur ein Team. Dann würde im Juli per Los entschieden, welcher Hersteller in die Pflicht genommen wird.

McLaren-Teamchef Ron Dennis will auf keinem Fall zustimmen, dass Honda ein zweites Team beliefert. Er beruft sich auf einen Exklusiv-Vertrag. "Ron hat mir beim Rückflug aus Russland noch einmal erklärt, dass er weder Red Bull noch Toro Rosso Motoren geben würde", erzählt Horner.

Toro Rosso wird die Hilfe aus Japan nicht brauchen. Der Vertrag mit Ferrari geht über 3 Jahre. Das Reglement verlangt, dass Toro Rosso 2017 die gleiche Spezifikation bekommt wie das Werksteam und die anderen beiden Kunden HaasF1 und Sauber.

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