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Red Bull und Renault im Streit

Alte MGU-K sorgt für Ärger

Red Bull beschwert sich über schlechte Qualität von Renaults Antriebskomponenten. Renault feuert zurück. Red Bull lehnt die neue MGU-K aus Kostengründen ab, heißt es. Also ist das Team selbst schuld, wenn die alte kaputtgeht.

Red Bulls Ankunftsquote sieht erbärmlich aus. Max Verstappen und Daniel Ricciardo mussten in zwölf Rennen je vier Ausfälle verschmerzen. Einmal fuhren sie sich ins Auto. Sechs Mal streikte die Technik. Nicht immer die Schuld von Renault, aber oft.

Als Verstappen beim GP Ungarn nach fünf Runden ausrollte, da riss dem Holländer die Geduld. Nach dem Hinweis „I lost power“ fiel am Funk drei Mal das F-Wort. Nach dem Rennen sprach der Holländer von einem „Scheißprodukt“. Und Teamchef Christian Horner rieb Renault unter die Nase, dass man First Class bezahle, aber nur Economy bekomme.

Was da genau im Antrieb von Renault kaputtging, war schwer zu eruieren. Red Bulls Pressemitteilung wies diffus auf ein Motorproblem hin. Verstappen hatte die MGU-K im Verdacht. Andere brachten die MGU-H ins Spiel.

Renault-Sportchef Cyril Abiteboul hatte auch etwas von einem MGU-K Schaden gehört, wollte sich aber nicht festlegen. Renault müsse den Fall erst prüfen, hieß es. Hinterher flogen jedenfalls zwischen Red Bull und Renault die Fetzen. Man gab sich gegenseitig die Schuld.

Red Bull fährt noch mit alter MGU-K

Max Verstappen - Red Bull - GP Ungarn 2018 - Budapest - Rennen
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In den letzten 4 Rennen kam jeweils nur ein Red Bull ins Ziel.

Es wäre nicht der erste Defekt an der MGU-K gewesen. Daniel Ricciardo fuhr in Monte Carlo zum Sieg, obwohl die „kalte“ Elektromaschine ausgefallen war. Carlos Sainz verlor im Finale des GP Frankreich noch zwei Plätze wegen des gleichen Problems. Verstappen und Ricciardo blieben je ein Mal in Trainingssitzungen mit einer kaputten MGU-K stehen.

Auch Fernando Alonso erwischte es. Die erste Spezifikation von Renaults MGU-K leidet an einem Geburtsfehler. Sie neigt zum Überhitzen. Mit der zweiten Version wurde das Problem aus der Welt geschafft. Sie wurde beim GP Österreich eingeführt.

Die Kunden Red Bull und McLaren verzichteten freiwillig darauf, obwohl die Weiterentwicklung 2,5 Kilogramm leichter ist. „Die Installation ist ein Alptraum“, erklärte Red Bull-Teamchef Christian Horner. „Das Gewicht stört uns nicht groß. Wir liegen gut unter dem Gewichtslimit.“

Für Abiteboul eine willkommene Steilvorlage. „Wenn Red Bull sich die höheren Installationskosten sparen will und lieber die alte Spezifikation verwendet, liegt die Verantwortung bei ihnen. Wir können sie nicht dazu zwingen, die neue MGU-K zu nehmen. Wir haben damit keine Probleme mehr.“ McLaren ist das Risiko zu hoch. Der zweite Renault-Kunde wird ab dem GP Belgien umsteigen.

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