Red-Bull-MGU-K nicht defekt

Keine Ricciardo-Strafe in Kanada

Daniel Ricciardo - GP Monaco 2018 Foto: Wilhelm 25 Bilder

Monaco-Sieger Daniel Ricciardo kann aufatmen. Die defekte MGU-K im Siegerauto ist wieder verwendbar. Damit entgeht der Australien beim GP Kanada einer Startplatzstrafe. Die Lage im Motorenlager von Red Bull bleibt aber weiter angespannt.

Die gute Nachricht kam am Mittwoch aus Paris. Renault-Sportchef Cyril Abiteboul teilte Red Bull-Motorsport-Direktor Helmut Marko mit, dass die MGU-K in Daniel Ricciardos Auto überlebt hat. Schuld an dem Ausfall der Elektromaschine beim GP Monaco sei demnach eine Schlamperei bei der Montage gewesen. Die Einheit selbst sei unbeschädigt geblieben. Damit kommt Monaco-Sieger Daniel Ricciardo wohl um eine Rückversetzung herum. „So wie es aussieht, gibt es keine Startplatzstrafe für uns in Montreal“, hofft Marko.

Trotzdem bleibt die Lage im Motorenlager von Red Bull angespannt. Ricciardo hat von allen Antriebskomponenten bereits zwei Einheiten im Einsatz. Bei einem Schaden der MGU-K wäre die dritte fällig geworden. Das hätte eine Strafe bedeutet, weil das Reglement in diesem Jahr bei MGU-K, Batterie und Leistungselektronik nur jeweils zwei Einheiten erlaubt.

Bei Max Verstappen konnte Red Bull elegant eine dritte MGU-K einschleusen. Da er nach dem Trainingscrash ohnehin als Letzter ins Rennen ging, tat die Strafe nicht weh. Marko fürchtet jedoch: „Irgendwann, bei einem der nächsten Rennen, wird es uns erwischen.“

Marko sieht gute Chancen für GP Kanada

Daniel Ricciardo - Red Bull - GP Monaco 2018 - Rennen Ricciardos Meisterstück Monaco-Sieg trotz MGU-K-Verlust

Somit hat Red Bull auch in Montreal gute Chancen, im WM-Dreikampf mit Mercedes und Ferrari eine gewichtige Rolle zu spielen. Die Strecke hat zwar lange Geraden, aber auch viele langsame Kurven und Schikanen. Dort kann der Red Bull mit seiner exzellenten Bremsstabilität und Traktion punkten.

„Mit unserer guten Traktion können wir die Geraden etwas entschärfen“, glaubt Marko. Dazu kommt die weiterentwickelte zweite Spezifikation des Renault-Motors. Red Bull erhofft sich einen deutlichen Leistungsschub. „Und weniger Probleme mit der MGU-K“, fügt Teamchef Christian Horner an.

Marko sieht für den GP Kanada noch zwei weitere Pluspunkte. „Im Gegensatz zu Mercedes ist unser Auto gut im Verkehr. Selbst wenn wir beim Start nicht vorne liegen, können wir gut im Windschatten der anderen fahren. Und dann gibt es taktische Möglichkeiten, weil wir mit den Reifen besser haushalten als die anderen.“

Weiche Reifen ein Vorteil für Red Bull

Das könnte mit dem kritischen Hypersoft-Gummi im Angebot ein Vorteil sein. Marko ist überzeugt: „Wenn Ricciardo in Monte Carlo volles Tempo hätte fahren können, hätten wir Mercedes und Ferrari in zwei Boxenstopps gezwungen. Ihre Reifen sahen ja schon bei den langsamen Rundenzeiten schlimm aus.“

Fazit des Doktors: „Wir haben jetzt ein tolles Auto. Das Upgrade von Barcelona ist die Basis. Ohne die Technikprobleme in Bahrain und die Kollision in Baku wären wir jetzt ganz vorne dabei.“

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