Daniel Ricciardo - Red Bull - GP Kanada 2018 Red Bull
Daniel Ricciardo und Sebastian Vettel - Formel BMW
Daniel Ricciardo Sebastian Vettel 2013
Daniel Ricciardo
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Ricciardo-Wechsel zu McLaren?

Red Bull will schnelle Entscheidung

Nach dem Wechsel von Red Bull zu Honda-Motoren stehen nun die offenen Personal-Fragen auf dem Programm der Verantwortlichen. Verlängert Daniel Ricciardo seinen Vertrag oder wechselt er zur Konkurrenz.

Bisher konnte Daniel Ricciardo der Entscheidung zu seiner Zukunft noch relativ entspannt entgegenschauen. Doch langsam wird es ernst für den Australier, dessen Red Bull-Vertrag am Ende des Jahres ausläuft. Sein Rennstall hat vorzeitig in Sachen Motor für Klarheit gesorgt. Nun will man auch die Fahrerfrage zügig angehen.

Red Bull will Klarheit von Ricciardo

„Noch werde ich nicht unter Druck gesetzt, aber ich erwarte, dass sie schon in der nächsten Woche auf mich zukommen werden, um über einen neuen Vertrag zu sprechen“, erklärte der umworbene Pilot vor dem Rennen in Frankreich. „Ich habe für mich selbst keine Deadline gesetzt. Aber ich würde es gerne vor der Sommerpause unter Dach und Fach bringen, damit ich da in Ruhe entspannen kann und nicht dauernd ans Telefon muss.“

Die Anzahl der Teams, die für Ricciardo in Frage kommen, hat sich offenbar erweitert. Ursprünglich dachte man, dass nur ein Wechsel zu den WM-Kandidaten Ferrari oder Mercedes sinnvoll wäre. Doch beide zeigten zuletzt nicht gerade brennendes Interesse. Bei Mercedes geht man davon aus, dass Lewis Hamilton und Valtteri Bottas ihre Verträge verlängern. Und bei Ferrari scheinen Charles Leclerc und Kimi Räikkönen den Platz neben Sebastian Vettel unter sich auszumachen.

Wechselt Ricciardo ins Mittelfeld?

Fernando Alonso - McLaren - Formel 1 - GP Kanada - Montreal - 9. Juni 2018
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Doch Ricciardo sieht trotzdem noch Alternativen: „Es gibt noch weitere Teams, die Interesse an einer Verpflichtung gezeigt haben“, grinste der Mann aus Perth vielsagend. „Wenn ich nicht Weltmeister werden kann, dann ist es mir eigentlich egal, ob ich Dritter oder Fünfter werde.“ Unter den Teams, die beim 28-Jährigen angefragt haben, waren offenbar auch McLaren und Renault.

Bei McLaren hängt viel von der Entscheidung von Fernando Alonso ab: „Wenn er die Formel 1 wirklich verlassen sollte, können sie einen erfahrenen Piloten gebrauchen.“ Ein schriftliches Angebot habe es zwar noch nicht gegeben. Aber das Management des Fahrers hat schon Gespräche aufgenommen. „Es wird ja immer viel geredet. Man setzt sich zu einem Kaffee zusammen oder einem Red Bull“, versuchte Ricciardo das Thema wegzubügeln.

Doch warum will Ricciardo von einem Siegerteam ins Mittelfeld? „Mir hat gefallen, wie es Lewis gemacht hat“, lautet eine Begründung. Hamilton war von McLaren zu Mercedes gewechselt, wo er zunächst einige Jahre in der zweiten Reihe unterwegs war. „Lewis hat gesagt, dass er wusste, wie sich Mercedes entwickeln würde. Keine Ahnung, ob das stimmt, oder ob nicht auch etwas Glück dabei war.“

Ricciardo Teamleader bei McLaren?

Toro Rosso - Formel 1 - GP Kanada - Montreal - 6. Juni 2018
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Einen ähnlichen Sprung nach vorne traut Ricciardo offenbar auch McLaren oder Renault zu. „Noch sind sie nicht so weit. Aber vielleicht in drei bis vier Jahren. Deshalb muss man sich das genau überlegen. Aber die Rolle als Teamleader würde mir schon gefallen.“

Ein Verbleib bei Red Bull ist aber auch immer noch eine Möglichkeit: „Nach dem Honda-Deal versuche ich jetzt erst einmal, Informationen zu bekommen, wie die Chancen von Red Bull in der Zukunft aussehen. Aber der Gedanke an etwas Neues ist auch reizvoll. Das Gras erscheint einem woanders ja immer grüner. Aber ich will nicht einfach nur um des Wechselns wechseln. Der wichtigste Faktor ist das Auto.“

Auch wenn er sein Team verlassen sollte, will Ricciardo keine Brücken einreißen. Der neue Vertrag soll nicht länger als zwei Jahre laufen, weil 2021 schon die nächste große Regelreform ansteht. Der Mann aus Down Under ist hin- und hergerissen. „Es ist die zweitschwerste Entscheidung meines Lebens. Die schwierigste war zu Beginn meiner Karriere, als ich von Australien nach Europa gegangen war. Das war ein großes Risiko. Aber ich hatte den festen Glauben, dass ich es schaffen würde.“

Motorsport Aktuell Toro Rosso - Formel 1 - GP Kanada - Montreal - 6. Juni 2018 Red Bull-Motor 2019 Wechsel zu Honda bestätigt

Red Bull wird nach 12 Jahren mit Renault den Motorenpartner wechseln.

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