Red Bull Road Trip 2018

F1-Tour durch die USA

Daniel Ricciardo - Red Bull RB7 - F1 - Roadtrip USA - 2018 Foto: Red Bull 34 Bilder

Red-Bull-Pilot Daniel Ricciardo düste in der F1-Sommerpause durch den Westen der USA – und zwar in einem Formel-1-Auto auf öffentlichen Straßen. Wir haben die Infos und die spektakulären Bilder des Road-Trips von San Francisco nach Las Vegas.

Das Formel-1-Team von Red Bull ist bekannt für seine verrückte Aktionen. Die Truppe aus Milton Keynes hat schon in vielen Metropolen dieser Welt Show-Fahrten mit alten F1-Rennwagen durchgeführt. Selbst über verschneite Alpenpisten und sandige Karibikstrände rasten die Renner dem Energy-Drink-Logo bereits. Doch mit der neuesten Aktion haben die Verantwortlichen den Vogel endgültig abgeschossen.

Pünktlich zur Sommerpause machte sich Daniel Ricciardo auf einen Roadtrip durch den Westen der USA, wie ihn jährlich viele tausende Touristen absolvieren. Auf dem Programm standen zahlreiche Sehenswürdigkeiten, die in der ganzen Welt bekannt sind. Nur dass Ricciardo dabei nicht in einem normalen Mietwagen unterwegs war, sondern im Red Bull RB7, mit dem Sebastian Vettel 2011 seinen zweiten WM-Titel eingefahren hatte.

Aus dem Tunnel auf die Golden Gate

Daniel Ricciardo - Red Bull RB7 - F1 - Roadtrip USA - 2018 Foto: Red Bull
Der Start des Road-Trips. Im Köfferchen hatte Ricciardo sein Lenkrad eingepackt.

In bester James Bond-Manier startete die Rundreise tief unter der Erde. Der 1918 fertiggestellte Baker-Berry-Tunnel vor den Toren von San Francisco stellte die perfekte Kulisse für die Einstiegszene dar. Die frisch renovierte Unterführung verläuft kerzengerade unter dem Hügelland der felsigen Pazifikküste.

Zwischen den seitlichen Fußgänger-Abschnitten bleibt in dem kaum fünf Meter breiten Schacht nur eine einzige Fahrspur für motorisierte Vehikel. Der Fußgänger-Verkehr wurde für die Filmaufnahmen kurz eingestellt. In der 720 Meter langen Röhre hätten die Trommelfelle von Passanten gegen den V8-Saugmotor von Renault wohl keine Chance gehabt.

Red Bull-Showrun in der Schweiz
Buemi heizt auf den Gotthard

Nur weniger Meter vom Tunnel entfernt ragen die beiden Stützpfeiler die Golden Gate-Bridge 227 Meter hoch in den Himmel. Natürlich ließ sich Ricciardo die Fahrt über die wohl berühmteste Brücke der Welt nicht entgehen. Weil der 800 PS starke F1-Renner nicht einfach im üblichen Verkehr mitschwimmen konnte, wurde kurzerhand eine der beiden Fahrspuren gesperrt.

Boxenstopp auf der Oakland Bay Bridge

Daniel Ricciardo - Red Bull RB7 - F1 - Roadtrip USA - 2018 Foto: Red Bull
Normalerweise fahren jeden Tag fast 300.000 Autos über die Oakland Bay Bridge. An diesem Tag waren es wohl etwas weniger.

Die Bucht von San Francisco wird auch noch von der deutlich längeren Oakland Bay Bridge überspannt, die oft etwas im Schatten der Golden Gate steht. Dabei hätte die mächtige Brücke mit einer Gesamtlänge von mehr als 8 Kilometern durchaus etwas mehr Aufmerksamkeit verdient. Immerhin nutzen jeden Tag mehr als doppelt so viele Autos die graue Schwester der Golden Gate für die Überfahrt nach Oakland.

Fünf Fahrspuren stehen normalerweise auf zwei übereinander gestapelten Decks in jede Fahrtrichtung bereit. Dank der Hilfe der Verwaltung in San Francisco wurde für den Red Bull-Showrun die komplette obere Plattform kurzerhand für den normalen Verkehr gesperrt. Ricciardo düste aber nicht einfach nur einmal quer über die Brücke. In der Mitte legte der Australier auch noch einen kurzen Boxenstopp ein, bei dem alle vier Reifen gewechselt wurden.

Anschließend ging es durch den Business-Distrikt ins alte Hafen-Viertel. Weil die Aktion vorher nicht öffentlich angekündigt wurde, fanden sich nur wenige Schaulustige am Straßenrand ein. Die lautstarke PS-Show auf den öffentlichen Straßen dürfte in der Früh aber einige Bewohner der Metropole aus dem Schlaf gerissen haben. Zum Abschluss wurden noch ein paar Bilder an der Cable-Car-Endhaltestelle geschossen. Und dann ging es auch schon raus aus der Stadt.

Red Bull im Wilden Westen

Daniel Ricciardo - Red Bull RB7 - F1 - Roadtrip USA - 2018 Foto: Red Bull
Vollgas durch die Prärie. Das Monument Valley diente als spektakuläre Kulisse für die Red Bull-Showfahrt.

Wie es sich für eine ordentliche US-Westküstentour gehört, stand auch ein Nationalpark auf dem Programm. Red Bull ließ seinen RB7 durch die beindruckende Prärie-Landschaft des Monument Valley rasen, das schon zahlreichen Westernfilmen als Kulisse diente. Die Highways schlängeln sich hier malerisch durch die berühmten Tafelberge aus Sand- und Kalkstein bis zum Horizont.

Zum Abschluss des Road Trips drehte Ricciardo dann noch eine Runde durch das Spielerparadies Las Vegas. Für die nächtliche Fahrt über den legendären Strip wurde der RB7 sogar mit LED-Strahlern ausgerüstet. Wir müssen wohl nicht extra erwähnen, dass auch hier die Straßen für den Showrun gesperrt wurden. Am Ende parkte Ricciardo seinen Dienstwagen vor dem Luxus-Hotel & Casino „Aria“, womit die spektakuläre Reise ihr Ende fand.

In der Galerie zeigen wir Ihnen die faszinierenden Fotos des Red Bull-Roadtrips mit Daniel Ricciardo.

Neuester Kommentar

Der Witz war dass das Video nur Stunden bevor Ricciardo die Bombe platzen liess bzgl. Wechsel zu Renault veröffentlicht wurde. All die Mühe und das viele Geld das hier investiert wurde (Produktionskosten eher sieben als sechsstellig) erscheinen in einem etwas fahlen Licht.

Ob man die Fortsetzung mit dem nicht ganz so vorzeigbaren Verstappen dreht an Stelle Posterboy Ricciardo? (am Schluss im Video heisst es: "to be continued", zudem werden die Meilen zu einem unbekannten Ziel heruntergezählt). Wir werden sehen.

Und noch was anderes: ich würde es seit langem begrüssen wenn die Formel 1 Autos für die Dämmerungs- und Nachtrennen solche LED Lichter hätten, oder wenigsten so LED-Streifen im Stile der modernen Tagfahrlichter. Grad in Singapur ist das immer eine etwas gar düstere Angelegenheit. Würde das ganze meines Erachtens sehr aufpeppen und die Sichtbarkeit erhöhen.

DMR_TeamLH 8. August 2018, 17:55 Uhr
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