Max Verstappen - Red Bull - GP Belgien 2019 - Spa-Francorchamps - Qualifying xpb
Robert Kubica - Williams - GP Belgien - Spa-Francorchamps - Formel 1 - Samstag - 31.8.2019
Robert Kubica - Williams - GP Belgien - Spa-Francorchamps - Formel 1 - Samstag - 31.8.2019
Robert Kubica - Williams - GP Belgien - Spa-Francorchamps - Formel 1 - Samstag - 31.8.2019
Lewis Hamilton - Mercedes - GP Belgien - Spa-Francorchamps - Formel 1 - Samstag - 31.8.2019 37 Bilder

Red Bull schwer geschlagen

Verstappen mit gedrosselter Leistung

Es ist bislang nicht das Wochenende von Red Bull. Ferrari ist über eine Sekunde schneller, Mercedes wenigstens in Sichtweite. Motorenpartner Honda kämpft mit Leistungsaussetzern. Für das Rennen ist Max Verstappen trotzdem optimistisch.

In Ungarn hatte Max Verstappen noch seine erste Pole-Position überhaupt eingefahren. Vier Wochen später hagelte es für Red Bull eine deutliche Niederlage. Ferrari stürmte den dunkelblauen Autos auf dem Circuit de Spa-Francorchamps um 1,171 Sekunden davon. Mercedes hängte Red Bull um vier Zehntelsekunden ab. Mehr als die dritte Startreihe war da für Verstappen nicht drin.

Spa passt nicht ins Beuteschema

Gegen Ferrari ist auf eine Runde in Spa kein Kraut gewachsen. Die roten Autos fliegen über die Geraden. Allein im ersten Sektor, in nur 30 Fahrsekunden, büßt Verstappen acht Zehntelsekunden ein. Im letzten Abschnitt, wo Leistung genauso zählt, sind es noch einmal vier Zehntel. Die Enttäuschung fiel trotzdem klein aus. „Im besten Fall wären wir auf dem fünften Platz gelandet. Im schlechtesten ebenfalls“, erzählt Verstappen mit einer Portion Humor. Es sprang genau dieser fünfte Startplatz heraus.

Red Bull hatte bereits vor dem Rennwochenende geahnt, dass es in Belgien mit Heldentaten schwierig werden würde. Eine Strecke mit einem Volllastanteil von über 80 Prozent passt nicht ins Beuteschema des RB15. Dafür ist der Honda-V6 verglichen mit den Konkurrenzprodukten zu schwach auf der Brust.

Zu allem Überfluss quält sich das japanische Triebwerk in Verstappens Auto das gesamte Wochenende mit Leistungsaussetzern. Die Leistung setzt am Kurvenausgang erst mit Verspätung ein – oder gar nicht. Selbst ein Motorwechsel von Freitag auf Samstag brachte keine Wende. Es liegt am widerspenstigen Honda-V6, dass der Rückstand auf Ferrari größer ausfällt als erwartet. „Ich kann schon das ganze Wochenende nicht mit den schärfsten Power-Modi fahren“, berichtet Verstappen.

Alexander Albon - Red Bull - GP Belgien 2019 - Spa-Francorchamps - Qualifying
Motorsport Images
Neu-Teamkollege Alexander Albon kletterte nach dem zweiten Quali-Durchgang aus seinem RB15.

Ferrari außer Reichweite

Auf eine Runde kostet das in Belgien ein paar Zehntelsekunden. „Sobald ich die Leistung hochdrehe, taucht das Problem wieder auf. Ich muss dann auf dem Lenkrad zwei Schalter umstellen, dann geht es wieder.“ Ohne die Aussetzer hätte Red Bull womöglich Mercedes im Kampf um die Positionen hinter Ferrari herausfordern können. Wobei auch die Silberpfeile nach den Motorschäden der Kundenteams (Racing Point, Williams) mit angezogener Handbremse betrieben wurden.

Für das Rennen über 44 Runden ist Verstappen trotz des launischen Honda-Motors optimistisch gestimmt. Der WM-Dritte will die Mercedes herausfordern. „Im Rennen dürften uns die Leistungsaussetzer weniger treffen. Dort wird ohnehin selten mit den Fahreinstellungen für maximale Power gefahren“, sagt Verstappen. „Es könnte nur sein, dass unsere Gegner ein paar Mal ihre schärfsten Einstellungen fahren, um sich gegen uns zu verteidigen.“

Ferrari hält Verstappen trotz der besseren Longruns vom Freitag für unschlagbar. „Wir können sie auf den Geraden mit ihrem Vorteil nicht überholen.“ Red Bulls Sperrspitze liefert noch einen zweiten Grund. „Mit ihrem Geschwindigkeitsvorteil können sie in den Kurven etwas Tempo rausnehmen, um die Reifen zu schonen.“ Sollte die Wettervorhersage eintreffen, die einen Temperatursturz von zehn Grad voraussagt, könnten sich die Kräfteverhältnisse verschieben. „Dann wird es ein Ratespiel.“

Albon will vor in die Punkte

Neu-Teamkollege Alexander Albon wurde in seinem ersten Qualifying für Red Bull 14. Das Ergebnis ist zweitrangig. Ein Motorwechsel vor dem Rennwochenende verbannt ihn ohnehin in die hinteren Regionen des Startfeldes. In seinem Red Bull steckt Hondas Spec-4-Motor, der mehr Leistung verspricht.

Albon konzentrierte sich deshalb in den Trainings vorwiegend auf die Rennabstimmung, und fuhr mit einem schweren Auto. Erst in der Qualifikation wurde abgetankt. Es folgte der Kulturschock: „Mein erster Versuch war ein ziemliches Desaster. Danach wurde es besser. Ich musste mich erst an das geringe Fahrzeuggewicht gewöhnen.“

Mit kleinen Schritten tastet sich Albon an die neue Aufgabe heran. „Am Freitag fiel mir das Fahren auf den Longruns schwer. Wir haben für den Samstag das Setup in einigen Bereichen verändert. Dann kam das Auto mehr zu mir.“ Und was sind die Ziele für das Rennen? „Keine Fehler zu machen und Punkte zu holen. Ich muss vor allem auf meine Reifen achten. Ich darf sie mir im Verkehr und beim Überholen nicht ruinieren.“

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