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Red Bull Setup

Webber verschenkt 0,15 Sekunden

Die beiden Red Bull gehen mit völlig unterschiedlichen Setups und Aerodynamik-Paketen ins Rennen. Mark Webber fährt einen Spa-Heckflügel und ist lang übersetzt. Sebastian Vettel hat den Silverstone-Flügel im Heck und vertraut wie gewohnt auf kurze Übersetzungen.

Normalerweise hätten beide Red Bull in der ersten Startreihe gestanden. Mark Webber landete nur deshalb mit 0,044 Sekunden Rückstand auf Lewis Hamilton auf Rang 3, weil er mit einer Kompromiss-Abstimmung und einem langen siebten Gang ins Rennen gehen muss. Die Strafversetzung um zehn Startplätze nach hinten zwingt ihn dazu.

Webber benötigt im Rennen Top-Speed. Normalerweise zählen die Red Bull auf der Geraden zu den langsamsten Autos, doch das hat nichts mit dem Renault-Motor, sondern mit der üblicherweise gewählten kurzen Übersetzung und starken Anstellung des Autos zu tun. Red Bull kann auch auf der Geraden schnell sein, wenn man will. Webber erzielte hinter den beiden Ferrari mit 319,0 km/h den dritthöchsten Top-Speed.

Sein Getriebe war lang übersetzt und am Heck sorgt ein relativ flacher Spa-Flügel für reduzierten Luftwiderstand. Dafür musste der Australier in den kurvenreichen Sektoren 2 und 3 Federn lassen. "Die Kompromissabstimmung hat mich in den beiden Sektoren 0,15 Sekunden gekostet", rechnete der Australier nach.

Hamilton glaubt an seine Chance

Sebastian Vettel ist mit Red Bulls Standardprogramm unterwegs. Kurze Übersetzung, Silverstone-Flügel im Heck. Im Vergleich zu Webber verlor er 3,8 km/h auf der Geraden. Damit lag der Weltmeister im guten Mittelfeld. 1,7 km/h hinter Lewis Hamilton, aber 0,2 km/h vor Nico Rosberg.

"Die Mercedes sind mit ziemlich viel Flügel unterwegs", notierte Red Bull-Berater Helmut Marko. Lewis Hamilton war im zweiten Sektor schneller als beide Red Bull. Und der besteht aus neun Kurven. Mercedes-Teamchef Ross Brawn bedauerte: "Wir verlieren auf die Red Bull in der Traktion aus den langsamen Ecken raus. Nach unseren Messungen kommen sie wesentlich besser aus den Kurven 2, 3 und 4 raus."

Hamilton sieht trotzdem Chancen. "Unsere Dauerläufe waren stark. Ich bin in einer guten Position, um gegen Vettel zu kämpfen. Wenn ich es schaffe an ihm dran zu bleiben, bis ich DRS einsetzen darf." Für den Start selbst macht sich der Mercedes-Pilot allerdings wenig Hoffnung. "Die Vergangenheit hat gezeigt, dass die Chancen in Führung zu gehen, eher gering sind."

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