Max Verstappen - Red Bull - Formel 1 - GP Aserbaidschan - 27. April 2019 Motorsport Images

Red Bull will Siege in Europa

Was bringt das Newey-Upgrade?

Red Bull präsentierte sich diese Saison meist als dritte Kraft hinter Ferrari und Mercedes. Mit dem Auftakt der Europa-Saison wollen Max Verstappen und Pierre Gasly aber regelmäßig um die oberen Podiumsplätze kämpfen.

Der Optimismus bei Red Bull vor der Saison war groß. Sportchef Helmut Marko stellte den Fans in Aussicht, dass man dank neuer Honda-Power die Ausbeute von vier Siegen aus der Vorsaison verbessern könne. Doch bei den ersten vier Rennen erklang die österreichische Bundeshymne bei der Podiumszeremonie kein einziges Mal.

Während Mercedes von Doppelsieg zu Doppelsieg fliegt, stritten sich Ferrari und Red Bull bisher nur um dritte Plätze. Zuletzt belegten Piloten im roten Overall dreimal in Folge die unterste Stufe des Podests. „Vierte Plätze werden langsam etwas langweilig. Wir wollen schnellstens wieder um Podiumsplätze kämpfen“, lautet die Ansage von Teamchef Christian Horner.

Europa-Rennen liegen Red Bull besser

Der Brite verweist darauf, dass die Formkurve trotz unbefriedigender Pokal-Ausbeute deutlich nach oben zeigt: „Wir hatten im Rennen von Baku ein schnelleres Auto als Ferrari. Pierre (Gasly) war auf der gleichen Strategie besser unterwegs als Leclerc. Und Max (Verstappen) konnte mit den Medium-Reifen im zweiten Stint in kurzer Zeit zehn Sekunden auf Sebastian aufholen. Und das auf einer Strecke, die uns eigentlich traditionell nicht so gut sind.“

Red Bull - Formel 1 - GP Aserbaidschan 2019
Red Bull
In Baku zeigte Red Bull im Rennen eine gute Pace. Im Ergebnis spiegelte sich die Leistung aber nicht wider.

Lange sah es so aus, als würde Verstappen Vettel den dritten Platz noch abjagen können. Doch erst brachte der Holländer seine Reifen nach der durch den Gasly-Ausfall verursachten VSC-Phase nicht schnell genug auf Temperatur. Dann wiesen ihn die Ingenieure aus Angst vor einem weiteren Antriebswellendefekt an, die Leistung runterzudrehen und die Kerbs zu meiden.

Laut Horner kann Red Bull aber optimistisch in die Zukunft blicken: „In Baku hatten wir im kurvigen Mittelsektor das schnellste Auto. Deshalb freuen wir uns schon auf die Rückkehr nach Europa. Da kommen jetzt ein paar Strecken, die uns gut liegen sollten.“

Spanien-Upgrade behebt Aero-Problem

Für Barcelona hat Red Bull auch neue Teile angekündigt. Die Entwicklungsmannschaft um Starkonstrukteur Adrian Newey will damit endlich das grundlegende Aero-Problem abstellen, das die RB15-Piloten in den ersten Überseerennen noch in Form eines instabilen Hecks nachhaltig geärgert hatte. Gasly erwartet sich viel von der Ausbaustufe: „Auf dem Papier sieht es sehr gut aus. Wir sollten endlich die Antworten auf alle unsere Fragen bekommen.“

Pierre Gasly - Formel 1 - GP Aserbaidschan 2019
Motorsport Images
Pierre Gasly hofft, dass Red Bull mit dem Barcelona-Update Antworten auf die Fragen der ersten Rennen bekommt.

Wie weit es mit dem Upgrade-Teilen konkret nach vorne gehen soll, wollte Teamchef Horner allerdings noch nicht verraten. Nur so viel: „Es sollte ein guter Schritt sein. Es ist aber was die Teile angeht keine große Revolution. Eher eine Evolution des bisherigen Pakets.“ Die Teamführung hofft, dass es zusammen mit dem Honda-Upgrade aus Baku reicht um Mercedes und Ferrari nun richtig herauszufordern.

Neben den Fortschritten bei der Technik will sich Red Bull auch fahrerisch verbessern. Pierre Gasly kommt nach dem verkorksten Saisonstart langsam in Form. „Pierre fand in Baku deutlich mehr Vertrauen in sich und das Auto. Dieser Prozess hatte schon in Shanghai begonnen. Es war ein gutes Wochenende von ihm, auch wenn es das Ergebnis leider nicht gezeigt hat“, lobt Horner seinen Schützling.

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