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Max Verstappen - GP Malaysia 2017
Impressionen - GP Malaysia 2017 64 Bilder

Red Bull stört WM-Duell

Fünf Pokalfinale im Saison-Endspurt

Nach dem Glückssieg in Baku hat Red Bull in Malaysia nun den ersten Erfolg aus eigener Kraft gefeiert. Max Verstappen konnte endlich seine Pechsträhne beenden. Der starke RB13 sorgt für Extra-Spannung im WM-Endspurt.

Max Verstappen war die Erleichterung nach der Zieldurchfahrt anzusehen. Schon zu oft befand er sich in diesem Jahr auf dem Weg zu einem guten Ergebnis, als plötzlich die Technik streikte. Teamchef Christian Horner gab zu, dass er dem Braten am Kommandostand auch nicht recht traute. „Seitdem wir das Auto 'RB13' genannt haben, mache ich mir andauernd Sorgen“, erklärte der Brite mit einer Portion Galgenhumor.

Doch dieses eine Mal hielt Verstappens Auto die komplette Distanz über 56 Runden durch. Und es war dabei auch noch schnell. „Wir hatten heute gegenüber allen Autos einen Vorteil“, betonte Horner. Auch gegen Ferrari hätte man sich seiner Meinung nach durchgesetzt, wenn sich die rote Konkurrenz nicht selbst geschlagen hätte. „Sebastian hat eine tolle Aufholjagd gezeigt. Aber ich habe keine Rundenzeiten gesehen, die für uns nicht auch möglich gewesen wären“, analysierte Horner.

Verstappen macht kurzen Prozess

Vettel konnte sich bedanken, dass Verstappen seinem WM-Rivalen Hamilton ein paar Punkte klauen konnte. Mit einem beherzten Manöver setzte sich der Holländer schon in Runde 4 an die Spitze. „Ich bin gut aus der letzten Kurve rausgekommen. Ich wusste, dass er mehr zu verlieren hat als ich. Deshalb habe ich den Angriff gewagt und bin innen reingestochen“, berichtete der Pilot.

Hamilton bestätigte, dass sein Gegner mit dieser Annahme richtig lag: „Es hätte keinen Sinn gemacht, dagegenzuhalten. Max war einfach zu schnell. Das hat man ja auch daran gesehen, wie einfach er wegziehen konnte. Er hätte mich sonst sicher eine Runde später überholt. Ich wollte keine Kollision riskieren, auch wenn der Instinkt des Rennfahrers etwas anderes sagt.“

Ricciardo-Manöver gegen Vettel grenzwertig

Für Verstappen ging es danach nur noch darum, den Vorsprung zu verwalten. Teamkollege Daniel Ricciardo hatte etwas mehr zu kämpfen, obwohl er aus der gleichen Startreihe losgefahren war wie Verstappen: „Das Problem von Daniel war, dass er auf der feuchten Seite der Piste starten musste. So konnte Valtteri in den ersten Kurven vorbeiziehen. Es ging wertvolle Zeit verloren, bis er endlich vorbei war“, erklärte Horner den Unterschied seiner Fahrer.

Als Vettel am Ende mit weicheren Reifen drückte, drohte der Podiumsplatz noch einmal in Gefahr zu geraten. „Sebastian hatte aber nur eine Chance zum Angriff. Das hat Daniel robust verteidigt“, so Horner. Vettel beklagte sich über die Abwehraktion in Kurve 1, die seiner Meinung etwas zu rigoros ausfiel. Ricciardo war selbst nicht sicher, ob er über das Limit hinausgeschossen war: „Ich habe die Tür etwas spät zugeschlagen. Ich weiß nicht, wie es von außen ausgesehen hat. Ich glaube aber nicht, dass es zu aggressiv von meiner Seite war.“

Greift Red Bull ins WM-Duell ein

Mit den Plätzen 1 und 3 zeigte Red Bull, dass im Endspurt der Saison mit dem Team zu rechnen ist. Aus anderthalb Sekunden Rückstand in Melbourne ist nun der erste Sieg geworden, rechnete Horner vor. Verstappen ist zuversichtlich, dass die Formkurve weiter nach oben zeigt: „Ich sehe keinen Grund, warum wir auf den letzten 5 Strecken des Jahres nicht auch schnell sein sollten. Natürlich muss man immer das richtige Setup finden. Aber wir sind gut aufgestellt.“

Vettel könnte Red Bull noch nützlich sein. Der Heppenheimer muss 34 Punkte aufholen. Wenn sich sein Ex-Team als Puffer vor Hamilton setzt, könnte es für Ferrari doch noch eine große Titelparty geben. Bei Red Bull geht es aber nicht darum, dem ehemaligen Angestellten zu helfen: „Für uns sind die letzten Rennen wie 5 Pokalfinale. Wir fahren nur noch um Siege“, stellte Horner klar. Red Bull hat nichts mehr zu verlieren. Die Fans können sich also auf einen spannenden Dreikampf im Saisonfinale freuen.

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