Red Bull Technik-Video

Update-Effekt schnell verpufft

Red Bull RB10 - Piola F1 Technik 2014 Foto: Piola Animation 21 Bilder

Mit einem großen Update-Paket konnte Red Bull in Montreal den ersten Saisonsieg einfahren. Doch nur 14 Tage später lief in Spielberg nichts mehr zusammen. Wir blicken hinter das Rätsel und zeigen Ihnen die letzten Modifikationen am RB10 in unserem Technik-Video.

Nach dem GP Kanada atmeten die Red Bull-Fans auf. Endlich war die Siegesserie von Mercedes durchbrochen. Zwar half das Technikpech der silbernen Konkurrenz beim Ricciardo-Erfolg ordentlich mit, doch der RB10 war auf der schnellen Angststrecke in Montreal deutlich besser aufgestellt als von den Experten vorher erwartet worden war. Trotz der vielen langen Geraden war der Antriebsnachteil des Renault-Motors kaum zu erkennen.

Red Bull mit Kanada-Update zum ersten Sieg

Ein wichtiger Faktor bei Ricciardos Siegpremiere war das große Update-Paket, das die Red Bull-Ingenieure speziell für den Power-Kurs im Sankt Lorenz-Strom geschnürt hatten. Den größten Aufwand stellte dabei die neue Nase dar. Das Ergebnis war allerdings kaum sichtbar. Lediglich an der Unterseite wurden ein paar Zentimeter Karbon-Masse entfernt, weshalb der Vorderbau noch einmal zum FIA-Crashtest antreten musste.

Dazu kamen noch neue Leitbleche unter der Nase ("Turning Vanes"), ein neuer Heckflügel mit modifizierten Endplatten und eine enger anliegende Motorhaube mit kleineren Kühlöffnungen an der Rückseite. Das verbesserte die aerodynamische Effizienz und den Top-Speed. In unserem exklusiven Technik-Video zeigen wir Ihnen noch einmal die Verbesserungen. Die Erläuterungen zu den einzelnen Updates gibt es in der Bildergalerie.

Red Bull in Spielberg plötzlich chancenlos

Doch warum funktionierte das Paket in Spielberg plötzlich nicht mehr? Die Heimspiel-Pleite lag nicht nur am Antrieb, auch wenn der großen Renault-Rundumschlag nach dem Rennen diesen Eindruck erweckte. "Die Pace hat einfach nicht gestimmt", gab Ricciardo zerknirscht zu. Den beiden Mercedes, den Williams dem Alonso-Ferrari und dem Perez-Force India konnte der Australier im Rennen nie folgen. Und auch im Qualifying fuhr man der Konkurrenz bereits hinterher.

Ein einziger Schuldiger für das verkorkste Wochenende lässt sich nicht ausmachen. Schon am Freitag passte das Setup nicht. Ständig wechselnde Temperaturen erschwerten den Ingenieuren die Arbeit. Die Balance sei gar nicht so schlecht gewesen, berichteten die Fahrer. Allerdings kamen die Reifen gar nicht oder zu spät in das gewünschte Arbeitsfenster. Folge war mangelnder Grip. Offenbar passte auch der Abtriebslevel des Autos nicht zum ungewöhnlichen Streckenlayout. Ob Spielberg wirklich nur ein Ausrutscher war, werden wir in Silverstone sehen.

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