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Red Bull tritt auf der Stelle

Enttäuschung über dritten Platz

Daniel Ricciardo - GP Spanien 2017 Foto: sutton-images.com 63 Bilder

Im Training verbuchte Red Bull einen Teilerfolg. Das Upgrade hatte den Abstand zur Spitze verkürzt. Nach dem Rennen gibt es mehr Fragezeichen denn je. Daniel Ricciardo wurde mit 75 Sekunden Rückstand Dritter.

16.05.2017 Michael Schmidt

Es war nicht das Wochenende von Dietrich Mateschitz. Am Samstag erlebte der Red Bull-Chef die unglückliche 4:5 Niederlage seines Vereins RB Leipzig gegen Bayern München. Am Sonntag fuhr in Barcelona Daniel Ricciardo auf den dritten Platz und entging nur knapp einer Überrundung. Max Verstappens Rennen war nach 800 Metern nach einer Kollision mit Kimi Räikkönen beendet.

Es gab schon glücklichere Dritte als Ricciardo. Der Australier lobte das schöne Wetter und die Zuschauer, aber nicht seinen Red Bull. „Wir hatten Glück heute mit den Ausfällen. Der Motorschaden von Bottas hat mir das Podium geschenkt.“ Die Zurückhaltung des WM-Dritten von 2016 hatte einen Grund. Ricciardo kam 75,8 Sekunden hinter Sieger Lewis Hamilton ins Ziel. Pro Runde sind das 1,148 Sekunden. Ein Klassenunterschied.

Newey und das Reifen-Rätsel

Red Bull-Berater Helmut Marko relativierte: „Der erste Stint war schlecht. Ab dann wurden die Rundenzeiten besser. Als nichts mehr zu gewinnen und nach hinten genug Luft war, haben wir Daniel gesagt, er soll den Motor auf die unterste Powerstufe drehen um ihn zu schonen.“ Teamchef Christian Horner rang nach Worten: „Die Richtung stimmt. Wir sind in langsamen und mittelschnellen Kurven besser geworden, Aber wir haben noch viel zu tun.“

Nach dem Training sah es noch so aus, als hätte Red Bull mit seinem Upgrade den Rückstand zur Spitze halbiert. „Uns fehlen noch 6 Zehntel“, rechnete Horner am Samstagabend vor. Warum konnte der Red Bull im Rennen dann den Formanstieg nicht bestätigen? Horner beschwichtigte, dass man das wahre Bild nicht gesehen habe, weil Verstappens Rennen schon so früh zu Ende war. „Daniel fühlte sich das ganze Wochenende im Auto nicht wohl. Er verlor im dritten Sektor zu viel Zeit. Und das sollte eigentlich unser guter Sektor sein.“

Tatsächlich verfolgten Red Bull im Rennen die Probleme, mit denen die Ingenieure schon seit Saisonbeginn kämpfen. Technikchef Adrian Newey sucht weiter nach der Lösung des Reifenrätsels: „Die Hinterreifen haben überhitzt. Wir haben Schwierigkeiten sie im Arbeitsfenster zu halten.“ Fazit des Stardesigners: „Wir haben noch viel Arbeit vor uns.“ Marko ergänzt: „Unser Auto besteht manchmal aus zwei Teilen. Vorne passt mit hinten nicht zusammen. Da suchen wir noch Antworten.“

Die nächste Ausbaustufe folgt in Spielberg

Red Bull steckt in vielen Fragen rund um den RB13 in Erklärungsnot. Das beweisen Aussagen wie diese: „Wir müssen jetzt erst einmal unsere Daten auswerten und schauen, ob die Richtung stimmt.“ Horner bezieht das auch auf die Korrelation zwischen Windkanal, CFD-Simulation und Rennstrecke. „Wir schauen gerade, auf welche unserer Werkzeuge wir uns verlassen können und auf welche nicht. Die breiteren Reifen haben einen größeren Einfluss auf die Aerodynamik als gedacht.“

Die Not ist groß. Sonst wäre Adrian Newey nicht höchstpersönlich nach Barcelona gereist. Horner: „Adrian wollte das Feedback von den Fahrern haben, um das Auto besser zu verstehen und die Entwicklungsrichtung festzulegen.“ Das Sportwagenprojekt für Aston Martin steht kurz vor dem Abschluss. Newey will sich jetzt wieder mehr in die Formel 1 einmischen.

Helmut Marko fordert von seinem Designteam weitere Schritte. Für Monte Carlo sind nur kleine Änderungen am RB13 geplant. In Montreal kommt das Aero-Paket für wenig Abtrieb. Die nächste größere Ausbaustufe ist erst für das Red Bull-Heimspiel in Spielberg fertig. Bis dahin soll auch Renault sein Motor-Upgrade an den Start bringen.

Red Bull hofft, dass man dann die Power abrufen kann, die eigentlich in dem 2017er Motor steckt. Einer aus dem Team verrät: „Wenn wir die Power voll aufdrehen könnten, wären wir gar nicht so weit weg von Mercedes und Ferrari. Wegen der Angst vor Schäden haben wir aber nur einen moderaten Qualifikations-Modus. Mercedes und Ferrari drehen im Q3 die Power voll auf. Da geht gleich noch einmal eine halbe Sekunde verloren.“

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