Red Bull überrascht sich selbst

Schneller ohne Upgrade

Daniel Ricciardo - Red Bull - GP Bahrain 2017 - Qualifying Foto: xpb 44 Bilder

Red Bull hat eine halbe Sekunde gefunden und weiß nicht warum. Einzige Erklärung: Wir verstehen das Auto besser. Es könnten aber auch die Bedingungen sein. Red Bull profitierte von den hohen Temperaturen.

Red Bull-Berater Helmut Marko rechnet mit einem „Stockerl“. Das ist das österreichische Idiom für Podest. Max Verstappen ist ähnlich optimistisch: „Es wir eng mit Ferrari. Mercedes ist normalerweise zu weit weg, außer sie kriegen wieder wie in Australien Probleme mit den Reifen.“ Nur Daniel Ricciardo bleibt auf der vorsichtigen Seite: „Ich erwarte nicht, dass wir mit Mercedes mithalten können. Und wenn bei Ferrari alles gut läuft, wird auch Seb schwer zu schlagen sein.“

Bei den ersten beiden Rennen sah sich Red Bull mit der Frage konfrontiert: „Warum ist das Auto so langsam? Diesmal drehte sich die Fragestellung um: Wo hat Red Bull die halbe Sekunde gefunden? Ricciardo verlor auf den schnellsten Mercedes in Shanghai 1,3 Sekunden. In Bahrain lagen nur acht Zehntel zwischen dem Australier und der Pole Position.

Red Bull mit Normalform, die Gegner schwächer

Die Aufklärung fiel selbst den Beteiligten nicht leicht. Der Red Bull RB13 hatte keinen nennenswerten neuen Teile an Bord. „Wir haben das, was wir haben einfach besser verstanden. Und vielleicht haben dafür einfach länger gebraucht als Mercedes und Ferrari“, resümierte Max Verstappen. Daniel Ricciardo rätselte: „Der Grip fühlte sich nicht so viel anders an als in China. Die Balance war eher schlechter. Es kam in der letzten Woche nichts ans Auto, das eine halbe Sekunde wert war.“

Die bestmögliche Erklärung ist ein Mix aus dem Streckenlayout und den Bedingungen, die im Schnitt um fünf Grad heißer waren als im letzten Jahr. Die Red Bull kamen leicht in das Reifenfenster und sie blieben auch dort drin. Andere hatten Probleme damit. „Im Vergleich zu Australien und China war es das heißeste Wochenende. Vielleicht hilft uns das mehr als den anderen“, hofft Ricciardo.

Ein Vergleich der Rundenzeiten von 2016 und 2017 unterstützt diese Theorie. Red Bull war nicht viel besser als in den ersten beiden Rennen. Die anderen waren dafür schlechter. Die schnellste Trainingsrunde eines Red Bull mit 1.29,545 Minuten lag um 1,309 Sekunden unter dem Bestwert von 2016. Mercedes schlug sich selbst nur um 0,724 Sekunden. Ferrari war lediglich um 0,765 Sekunden besser als vor einem Jahr.

Verstappen rechnet mit Massa ab

Red Bull hatte nach dem Freitagstraining das Setup in die Ricciardo-Richtung verfeinert. Man gab den guten Topspeed auf und stellte die Flügel steiler. Ricciardo bestätigte: „Wir haben für unsere Verhältnisse ordentlich Flügel drauf. Sonst würde uns der Abtrieb fehlen, um die Reifen in ihr Fenster zu bekommen.“ Prompt lagen die Red Bull bei Topspeed mit 324.7 und 322.9 km/h wieder im hinteren Drittel der Tabelle.

Max Verstappen übernahm die Abstimmung des Teamkollegen und lieferte Ricciardo sofort einen heißen Kampf um die Startposition. „Eigentlich lief alles gut, bis zu meiner letzten Runde. Da hat sich in der Aufwärmrunde ohne ersichtlichen Grund Massa zwischen mich und Hamilton gedrängt. Um Platz zu schaffen, musste ich in den ersten Gang runter. Die Reifen sind so stark abgekühlt, dass ich am Anfang der Runde nicht genug Grip hatte.“ Verstappen verzichtete auf eine Aussprache mit dem Formel 1-Veteran: „Mit einem Brasilianer? Sinnlos.“

Bei Ricciardo lief es umgekehrt. Bis zum Q2 kam der Australier nicht an die Rundenzeiten seines Stallrivalen heran. Dann platzte der Knoten, ohne dass der WM-Dritte von 2016 ein gutes Gefühl hatte. „Der erste Teil der Runde war nichts Besonderes. Ich habe erst in den letzten zwei Kurven Zeit gutgemacht. Als ich Platz 4 sah, war ich echt überrascht.“

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