FIA untersucht Frontflügel

Ferrari und Red Bull-Flügel nicht illegal

Sebastian Vettel Foto: xpb 31 Bilder

Nach Beschwerden der Konkurrenz hat die FIA die Frontflügel von Red Bull und Ferrari untersucht. Bei der eingehenden Kontrolle nach dem Rennen in Hockenheim wurde allerdings nichts Verdächtiges gefunden.

Vor dem Rennen in Hockenheim drohte der Formel 1 ein neuer Skandal. Ferrari und Red Bull wurde vorgeworfen, mit illegalen Frontflügeln zu fahren. Schon in Silverstone hat die Konkurrenz Fotos der betreffenden Teile an die FIA gesendet, die den Verdacht erweckten, dass sich die Flügel bei hohen Geschwindigkeiten über das erlaubte Maß verbiegen. Bei Red Bull sollte sich sogar der ganze Flügel absenken.

Vorteil in schnellen Kurven

Der Vorteil dieses Effekts: Der Frontflügel liegt tiefer im Wind und bietet damit besonders in schnellen Kurven mehr Abtrieb. Die FIA führt bei ihrer technischen Abnahme einen Belastungstest durch, bei dem sich der Flügel unter der Last von 15 Kilogramm nicht mehr als einen Zentimeter verbiegen darf. Unter Vollgas wirken allerdings mehrere 100 Kilogramm durch den Anpressdruck auf den Flügel.

Da die FIA vor dem Rennen von Hockenheim keine befriedigende Antwort von den Teamverantwortlichen bekam, untersuchten die technischen Komissare die betreffenden Teile nach der Zieldurchfahrt noch einmal genauer. Das Ergebnis: Nichts Verdächtiges gefunden. Als Konsequenz aus der Affäre könnte es allerdings sein, dass die Prüfverfahren noch einmal verschärft werden.

Whitmarsh hat nicht mit Strafe gerechnet

Hätte man eine Flexibilität über das erlaubte Maß hinaus nachweisen können, wären zwei Urteile möglich gewesen: Bei einem absichtlichen Verhalten, würden die Autos aus der Wertung genommen. Zweite Möglichkeit: Wenn die Verbiegung eine unabsichtliche Folge wäre, hätte die FIA beide Teams anweisen können, das Problem ohne Strafe schnellstmöglich aus der Welt zu schaffen.

McLaren Teamchef Martin Whitmarsh sagte auto motor und sport schon vor dem Rennen in der Startaufstellung: "Ich kann mir nicht vorstellen, dass die FIA das Ergebnis des GP Deutschlands nachträglich ändert. Die Sache wird wohl hinter den Kulissen geregelt."

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