Mercedes GP Australien 2012 Wilhelm
Mercedes-Heckflügel - GP Australien - Melbourne - 16. März 2012
Mercedes F-Schacht Heckflügel GP Australien 2012
Mercedes W03 2012
Mercedes-Heckflügel - GP Australien - Melbourne - 16. März 2012
Mercedes Heckflügel 2012 20 Bilder

Red Bull und Lotus

Mercedes-Streit auf Malaysia vertagt

Der erste Grand Prix des Jahres wurde doch nicht wie befürchtet am Grünen Tisch entschieden. Lotus und Red Bull hatten schon vor dem Rennen versprochen, keinen Protest gegen Mercedes einzulegen. Das Streitthema F-Schacht ist damit aber noch nicht vom Tisch.

Der Heckflügel am Mercedes war das gesamte Melbourne-Wochenende im Fokus des Interesses. Die Ingenieure haben das Silberpfeil-Leitwerk so clever konstruiert, dass bei geöffneter DRS-Stellung Luft abgezweigt wird. Über Leitungen unter dem Karbonkleid wird die Strömung einmal quer durchs Auto geführt. Erst an der Unterseite des Frontflügels geht es über zwei Schlitze wieder nach draußen.

FIA erklärt DRS-Schacht für regelkonform

Der Sinn der Übung ist ein kontrollierter Strömungsabriss am Frontflügel. Die Topspeed-Tabellen bestätigen, dass der Trick funktioniert. Die Silberpfeile haben den größten Gewinn, wenn es um den Unterschied zwischen ein- und ausgeklapptem Heckflügel geht. Doch ist das komplizierte System überhaupt erlaubt?
 
Die FIA hat bei der technischen Abnahme am Donnerstag alles abgenickt. Rennleiter Charlie Whiting bestätigte, dass nach dem Reglement alles in Ordnung sei. Bei der Konkurrenz war man anderer Meinung. Vor allem Red Bull und Lotus wollten sich nicht damit abfinden. Sie behaupten, dass der sogenannte DRS-Schacht gegen ein Agreement verstoße, das die Ingenieure vergangenes Jahr in der technischen Arbeitsgruppe vereinbart hatten.

Geht der Streit in Malaysia weiter?

Ursprünglich hatten beide Teams sogar damit gedroht, gegen das Ergebnis des Australien GPs zu protestieren. Doch bereits nach dem Qualifying fand man bereits etwas harmonischere Töne. "Wir wollen uns gemeinsam mit Mercedes und der FIA an einen Tisch setzen und eine Lösung finden", erklärte Lotus-Teamchef Boullier. Kurz vor dem Start des Rennens kam dann die Bestätigung von Boullier und Red Bull-Kollege Christian Horner: "Wir werden nicht protestieren."
 
Damit ist das Thema aber wohl noch nicht vom Tisch. Beide Teams werden sich das Mercedes-System noch einmal ganz genau anschauen. "Wir erwarten heiße Diskussionen in den nächsten fünf Tagen", kündigte Horner mit einem Grinsen an. Schon am kommenden Wochenende droht in Malaysia also der nächste Streit.

Bei McLaren will man sich den Mercedes-Gegnern übrigens nicht anschließen. Teamchef Martin Whitmarsh erklärte. "Ich halte das System für legal." Der Grund für die Meinung ist einfach. Die Ingenieure in Woking arbeiten bereits seit einiger Zeit fleißig an einer Kopie.

Motorsport Aktuell Nico Rosberg GP Australien 2012 Protestgefahr in Melbourne Alle gegen Mercedes und Mercedes gegen alle

Das erste Rennen des Jahres beginnt mit Ärger.

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