Max Verstappen - Red Bull - GP Abu Dhabi - Formel 1 - Freitag - 29.11.2019 xpb
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Red Bull bindet Verstappen

Verstappen verlängert bis 2023

Red Bull hat schon zwei Monate vor Saisonstart Grund zu jubeln. Der Rennstall aus Milton Keynes verlängert vorzeitig den Vertrag mit Max Verstappen. Der Niederländer bleibt bis 2023 bei Red Bull. Das dürfte auch die Zukunft von Motorenpartner Honda beeinflussen.

Die großen Stars der Zukunft haben langfristige Verträge abgeschlossen. Kurz vor Weihnachten verkündete Ferrari die Vertragsverlängerung mit Charles Leclerc bis einschließlich 2024. Kurz nach dem Jahresstart zieht Red Bull nach. Der österreichisch-englische Rennstall verlängert den Vertrag mit Max Verstappen bis einschließlich 2023. Damit sind zwei echte Kaliber für längere Zeit vom Markt.

Honda verspricht mehr Power

Der WM-Dritte, der im Vorjahr mit Mercedes in Verbindung gebracht worden war und dessen vorheriger Kontrakt am Ende des Jahres ausgelaufen wäre, legt seine Zukunft langfristig in die Hände von Red Bull. „Über die Jahre hinweg bin ich mehr und mehr mit dem Team zusammengewachsen. Die Fortschritte, die wir nach der Ankunft von Honda in den letzten 12 Monaten gemacht haben, haben meine Motivation noch weiter erhöht. Ich glaube fest daran, dass wir zusammen triumphieren können. Wir wollen gemeinsam Weltmeister werden. Alle Seiten geben ihr Möglichstes, um das zu erreichen“, kommentiert Verstappen.

Max Verstappen - GP Abu Dhabi 2019
Red Bull
Max Verstappen feierte zusammen mit Red Bull bislang acht Siege.

Red Bull-Sportchef Helmut Marko war die Erleichterung über den Coup anzumerken: „Das war für uns ein ganz wichtiger Schritt. Jetzt können wir beruhigter in die Zukunft schauen.“ Die Ereignisse der letzten Wochen hatten Red Bull unter Druck gesetzt. Der Flirt von Ferrari mit Lewis Hamilton, die Vertragsverlängerung der Roten mit Charles Leclerc. „Ehrlich gesagt, konnten wir schwer abschätzen, was an der Geschichte zwischen Ferrari und Hamilton dran ist. Klar ist aber auch, dass Mercedes agieren muss, wenn Hamilton 2021 zu Ferrari geht. Und da wäre Max sicher die erste Adresse gewesen.“

Der heute 22-jährige Niederländer sprang 2015 von der Formel 3 direkt in die Formel 1. Seine erste Saison bestritt er für Red Bulls Juniorrennstall Toro Rosso. Ein Jahr später folgte der Aufstieg ins A-Team. Ab dem GP Spanien 2016 ersetzte Verstappen Daniil Kvyat und gewann direkt seinen ersten Grand Prix. Noch heute ist der Wunderknabe der jüngste GP-Sieger der bisherigen Geschichte.

Es folgten sieben weitere Erfolge. Dazu holte Verstappen mit Red Bull zwei Pole-Positions, drehte sieben Mal die schnellste Rennrunde und kletterte insgesamt 31 Mal auf das Podest. Für den Kampf um den Weltmeister-Titel reichte es bislang noch nicht. Diesen Schritt wollen Red Bull und Verstappen 2020 gehen. Motorenpartner Honda verspricht dafür einen weiteren Leistungsschub beim V6-Turbo und den Hybridbausteinen.

Planungssicherheit für Red Bull

Red Bull hat nun Planungssicherheit für die Zukunft. Die kommenden Jahre kann man in Ruhe bestreiten, ohne sich ständig mit Wechselgerüchten auseinandersetzen zu müssen. Das war im Vorjahr noch anders. Damals hatte eine Ausstiegsklausel in Verstappens Vertrag den Red Bull-Verantwortlichen den Schweiß auf die Stirn getrieben. Teamchef Christian Horner sieht die Konstanz als wichtigen Baustein. Nicht nur für die kommende Saison, sondern vor allem darüber hinaus. „Bei all den Regeländerungen, die uns 2021 erwarten, ist Kontinuität bei den Fahrern besonders wichtig.“

Der neue Vertrag ist auch ein Zeichen an Honda. Die Japaner haben sich bislang bis 2021 verpflichtet. Sollte die Zusammenarbeit mit Red Bull weiter fruchten, und die Ergebnisse noch besser werden, dürften das genügend Argumente für einen Verbleib über 2021 hinaus sein. Marko bestätigt: „Honda hat die Nachricht positiv aufgenommen. Max hat für die Japaner einen hohen Stellenwert. Sie lieben seine aggressive Fahrweise und seine offene Art.“ Der Grazer lässt durchblicken, dass die Vertragsverlängerung mit seinem Starpiloten ein weiterer Schritt ist, Honda von einem Verbleib in der Formel 1 über 2021 hinaus zu überzeugen. „Es gibt demnächst Gespräche mit Honda. Ich warte nur noch auf einen Termin, wann ich nach Japan fliegen muss.“

Hondas Aufholjagd hat auch dem Verstappen-Clan überzeugt. Die Japaner haben einen Rückstand von über 50 PS auf die Marktführer praktisch wettgemacht. Und der 2020er Motor läuft bereits erfolgreich auf dem Prüfstand. „Wenn die anderen da noch besser sein wollen, müssten sie schon dramatisch zulegen“, warnt Marko die Konkurrenz. „Max weiß, was bei Honda vorwärtsgeht, er hat das neue Auto schon gesehen, und er schätzt die Kontinuität im Team. Am Ende war ein gemeinsames Wollen von ihm und uns vorhanden.“

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