Red Bull wieder nur dritte Kraft

Besser, aber nicht gut genug

Daniel Ricciardo - Red Bull - Formel 1 - GP Spanien - Barcelona - 12. Mai 2018 Foto: xpb 68 Bilder

Der runderneuerte Red Bull ist ein Fortschritt. Doch er kann die Lücke zu Mercedes und Ferrari auf eine Runde nicht schließen. Nicht auf einer Strecke wie Barcelona. Verstappen und Ricciardo hoffen, dass sich das Upgrade im Rennen auszahlt.

Red Bull hat eine siebenstellige Summe in ein Upgrade gesteckt, das man getrost als B-Version bezeichnen könnte. Vielleicht nicht äußerlich, aber sicher in Bezug auf das Gesamtpaket. „Die wichtigen Änderungen liegen unter der Verkleidung“, bestätigte Motorsportchef Helmut Marko. Ziel des Kraftakts war es, die Lücke zu Mercedes und Ferrari auf eine Runde zu schließen. Über eine Renndistanz waren die Red Bull schon bei den ersten vier Grand Prix eine Gefahr für die beiden Werksteams.

Wenn man die nackten Rundenzeiten als Maßstab nimmt, dann hat Red Bull sein Ziel verfehlt. Zumindest auf einer Strecke wie Barcelona. Die Pole Position von Lewis Hamilton lag außer Reichweite. Max Verstappen verfehlte sie um 0,643 Sekunden. Auch Sebastian Vettel im schnelleren der beiden Ferrari hatte mit 0,511 Sekunden Vorsprung deutlich die Nase vorn.

Da die beiden Red Bull-Fahrer fast gleiche Zeiten fuhren, schloss Daniel Ricciardo: „Das war heute unser Limit.“ Doch sollten die runderneuerten RB14 nach den Windkanal-Prognosen nicht eine halbe Sekunde schneller sein als vorher? In Barcelona auf eine Runde sicher nicht.

Red Bull machte erneut den Power-Faktor dafür verantwortlich. „Bis Kurve 4 geht praktisch alles Vollgas. Zwischen Kurve 7 und 10 auch. Da verlieren wir unsere ganze Zeit. Im letzten Sektor sind wir die schnellsten. Das macht uns Mut für Monte Carlo“, bilanzierte Verstappen. Der Holländer sah eine Möglichkeit auf Startplatz 4 zu klettern: „Bei meinem letzten Versuch bin ich in Kurve 1 quergestanden. Das hat mir meine Runde ruiniert.“

Keine Klarheit bei der Reifenwahl

Max Verstappen - Red Bull - Formel 1 - GP Spanien - Barcelona - 11. Mai 2018 Foto: Red Bull
Die Upgrades am Red Bull spiegeln sich noch nicht in besseren Startpositionen wieder.

Auch Red Bull hatte keine klare Antwort für die Reifenwahl in der Qualifikation. Während Verstappen im Q3 den vermeintlich besseren Soft-Reifen treu blieb, versuchte es Ricciardo zunächst auf den Supersoft-Gummis. „Ich war von meiner guten Zeit überrascht. Weil ich aber das Gefühl hatte, dass unser Auto mit den Soft-Reifen besser geht, habe ich zum Schluss noch einmal die härtere Mischung probiert, bin aber nur marginal schneller geworden. Das hat mich etwas überrascht. Eine halbe Sekunde zu Lewis und Seb ist schon etwas zu viel. Unter dem Strich bin ich froh, dass ich es probiert habe. Ich hätte mir sonst Vorwürfe gemacht, nicht alles versucht zu haben.“

Beide Fahrer lobten die Ausbaustufe des RB14 als Fortschritt. „Ich glaube, wir haben uns mehr gesteigert als die anderen. Wir sind besser geworden, aber immer noch nicht gut genug. Am Ende schränkt uns im Q3 immer noch unser Power-Defizit ein“, meinte Verstappen.

Er hätte sich etwas mehr Trainingszeit gewünscht. Verstappen musste das dritte Training frühzeitig abbrechen, weil es die Elektrik des Renault-Motors übelnahm, dass er bei einem Startversuch den Überholknopf gedrückt hatte. Die Red Bull-Mechaniker wurden mit ihren Reparaturmaßnahmen erst 8 Minuten nach Trainingsbeginn fertig. „Das war sicher nicht der ideale Weg in die Qualifikation. Mit mehr Runden im dritten Training hätte ich auch mehr über die Reifen gelernt.“

Verstappen und Ricciardo setzen ihre Hoffnungen auf das Rennen. Sie haben am Freitag die Longruns auf allen Reifentypen dominiert. „Da haben sich die Upgrades besser angefühlt als auf eine Runde am Samstag.“ Red Bull hofft darauf, dass die Reifen am Sonntag in der Hitze des Gefechts stärker verschleißen und für die Teams zum Problem werden, deren Autos mehr Reifengummi fressen. „Wenn das nicht eintritt“, fürchtet Ricciardo, „dann werden wir im Rennen alle hintereinander herfahren. Zuerst auf den Soft-, dann auf den Medium-Reifen.“

Neuester Kommentar

Demasiado lejos de Mercedes y Ferrari en un circuito que no les debería ir mal.
Seguro que el cambio de neumáticos requerido por Mercedes les ha penalizado.

Volvo T6 12. Mai 2018, 22:48 Uhr
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