Max Verstappen - Red Bull - GP Ungarn 2017 - Budapest - Qualifying xpb
Max Verstappen - Red Bull - GP Ungarn 2017 - Budapest - Qualifying
Kimi Räikkönen - Ferrari - GP Ungarn 2017 - Budapest - Qualifying
Sebastian Vettel - Ferrari - GP Ungarn 2017 - Budapest - Qualifying
Kimi Räikkönen - Ferrari - GP Ungarn 2017 - Budapest - Qualifying 42 Bilder

Red Bull wieder nur Zuschauer

Ferrari und Mercedes zu schnell in Ungarn-Quali

Red Bull räumte am Freitag beide Trainingsbestzeiten ab. Einen Tag später hinkte man Ferrari und Mercedes wieder nur hinterher. Obwohl der Hungaroring zum bevorzugten Terrain des RB13 zählt.

Daniel Ricciardo überspielte seinen Frust. Mit seinem typischen Lächeln und kecken Sprüchen. „Ich glaube, es wird spaßig am Sonntag. Nach dem Rennen werde ich nicht mehr viele Freunde haben“, scherzte der Australier nach dem Qualifying zum GP Ungarn 2017, das er als Sechster abschloss. Hinter seinem Teamkollegen Max Verstappen. Und hinter beiden Mercedes und Ferrari.

Red Bull fehlt über eine halbe Sekunde

Die Ausgangsposition zwingt Red Bull zum Angriff. Mal wieder konnten die dunkelblauen Autos im Abschlusstraining nicht mit Ferrari und Mercedes mithalten. Verstappen und Ricciardo büßten auf die Pole-Zeit von Sebastian Vettel über eine halbe Sekunde ein. Dabei hatte es für Red Bull nach zwei Bestzeiten am Freitag vielversprechend ausgesehen. Auch im Qualifying hielt das Team aus Milton Keynes in den ersten zwei Abschnitten gut mit. Doch dann drehten die Rivalen auf. Bei Red Bull packte man seine Standardantwort auf die Niederlage aus. „Mercedes und Ferrari haben halt wieder an der Leistungsschraube gedreht.“ Und Red Bull zum Zuschauer bei der Vergabe um die Pole-Position degradiert.

Daniel Ricciardo - Red Bull - GP Ungarn 2017 - Budapest - Qualifying
Wilhelm
Guter Freitag, durchschnittlicher Samstag: Daniel Ricciardo landete nach zwei Bestzeiten im Qualifying nur auf dem sechsten Platz.

Die beiden Fahrer durchleben bislang ein konträres Wochenende. Ricciardo freute sich über ein gut ausbalanciertes Auto am Freitag. Verstappen klagte. „Ich hatte mal Übersteuern und mal Untersteuern.“ Am Samstag drehte sich die Situation. Plötzlich waren Ricciardo und der RB13 keine Einheit mehr. Der fünffache Grand Prix-Sieger erklärte es mit wechselnden Streckenverhältnissen. „Der Asphalt ist viel griffiger. Das Heck klebt, dafür rutsche ich zu viel über die Vorderräder.“

Weil ein Hydraulikproblem sein Auto in der dritten Übungseinheit stoppte, verlor Ricciardo auch noch wichtige Zeit auf der Strecke. Er konnte nicht mehr herausfinden, ob Setupkorrekturen das Untersteuern wie gewünscht beheben. „Wir mussten mit der Abstimmung deshalb ein bisschen mutmaßen. Wir haben das Setup nicht optimal hinbekommen. Schon auf meiner Outlap in Q1 spürte ich, dass es nicht zu 100 Prozent passt.“

Das Upgrade-Paket wirkt

Die Red Bull-Mechaniker konnten nur noch mit den Reifendrücken und kleinen Justierungen am Frontflügel gegenwirken. Erst im dritten Qualifying-Durchgang besserte sich die Situation. Dann patzte der Pilot. „Meine letzte Runde war Mist. Mir sind zu viele kleine Fehler unterlaufen. Deshalb bin ich enttäuscht von mir selbst. Es ist wirklich schade, weil Lewis Hamilton vor uns nur eine Zehntel schneller war.“ Ricciardo konstatierte: „Heute hatten wir zwar nicht die Pole drin. Aber wir hätten besser abschneiden können und näher dran sein können an Ferrari und Mercedes, ohne die Probleme vom Vormittag.“

Verstappen kriegte hingegen nach dem durchwachsenden Vortag die Kurve. „Wir haben das Auto umgekrempelt. Es hat sich ausgezahlt. Ich kann zufrieden sein mit dem Ergebnis.“ Der Niederländer will den großen Abstand auf die Spitze nicht nur auf den Motor schieben. „Speziell Ferrari ist auf diesem Streckentyp mit seinem Paket richtig gut.“ Trotzdem sagt Verstappen auch: „Wir brauchen mehr Topspeed. Aber das liegt nicht in unserer Hand.“ Sondern in den Händen von Renault. Wobei Red Bull bei der Messung der Höchstgeschwindigkeit diesmal bei der Musik war. Was allerdings auch auf weniger Flügel deuten könnte. Verstappen durchfuhr die Lichtschranke mit 308,8 km/h. Ricciardo mit 307,9 km/h. Pole-Mann Sebastian Vettel lag mit 308,3 km/h dazwischen. Mercedes und Räikkönen waren gute drei km/h schneller.

Das Red Bull-Upgrade in den Bereichen Frontflügel, Unterboden, Spiegel und Seitenkästen funktioniert. Verstappen giert nach mehr. „Es ist ein guter Schritt. Wir müssen so weitermachen. Wir müssen an kleinen Details arbeiten, um noch mehr Anpressdruck herauszuholen.“ Die beiden Piloten wollen am Rennsonntag ihre Chance suchen. „Einige Fahrer haben sich in diesem Jahr schon darüber beschwert, dass sie nicht so gut in den Rückspiegel sehen. Vielleicht übersehen sie mich ja“, witzelt Ricciardo.

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Sebastian Vettel nimmt den GP Ungarn 2017 vom ersten Startplatz auf.

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