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Red Bulls Fehleranalyse

Falsche Taktik und zu langsam

Sebastian Vettel und Mark Webber fühlten sich beim GP Spanien nur als Passagiere. Die Reifen diktierten ihr Tempo. Während Red Bull Webber dank perfekter Strategie von Platz 11 auf Rang 5 holte, hielt man bei Vettel zu lange an einer Dreistopp-Taktik fest. Die war schon vom Start weg grundfalsch.

Solange Pirelli die 2013er Reifen im Angebot hat, muss Red Bull um perfekte Bedingungen beten. Das wären eine Strecke, die vom Hinterreifen dominiert wird, Temperaturen, die ins Arbeitsfenster des Reifens passen und eine perfekte Strategie. Keiner der drei Faktoren traf zu.

In Barcelona sind Vorderreifen und Hinterreifen fast gleichmäßig belastet. Die Temperaturen am Renntag waren nicht ideal für die Reifen im Angebot. Dem Medium-Gummi war es zu heiß, der harten Mischung eine Spur zu kalt. Wir reden da von Differenzen von drei bis fünf Grad.

Und dann versemmelte Red Bull im Fall Vettel auch noch die Strategie. "Wir hätten von Anfang an auf vier Stopps setzen sollen", meinte Vettel im Ziel. "Ich hätte dann zwar auch nicht gewonnen, hätte aber vielleicht mit Massa um Platz drei kämpfen können."

Ferrari hat es besser hingekriegt

Bei Mark Webber machte Red Bull alles richtig. Der Australier war nach einem weiteren schlechten Start auf Platz 11 abgestürzt. Adrian Newey und Renningenieur Simon Rennie holten ihren Fahrer schon in der siebten Runde aus dem Verkehr. In der elften Runde war Webber bereits wieder Siebter. Ab Runde 28 hatte sich der derzeitige WM-Sechste auf Platz 5 eingenistet. Dort, wo er auch ins Ziel kam.
 
Für Vettel verlief der GP Spanien enttäuschend. "Wir sind nicht das Tempo des Autos gefahren, sondern das der Reifen. Ferrari hat es besser hingekriegt, die Reifen über die Runden zu kriegen. Irgendetwas hält uns davon ab, das gleiche zu tun." Spätestens ab dem dritten Boxenstopp war klar, dass der Traum vom Sieg ausgeträumt war. "Da haben wir realisiert, dass wir im Vergleich zu Ferrari und Lotus zu langsam waren. Das haben wir so nicht erwartet", blickt Teamberater Helmut Marko auf den fünften Saisonlauf zurück.

Red Bull mit Anti-Ferrari-Strategie

Red Bull plante bei Vettel mit drei Stopps. Das war ein Fehler. "Auch dass wir an dieser Taktik zu lange festgehalten haben", ärgerte sich Vettel. Ferrari dagegen hatte einen klaren Plan. "Wir haben uns von vornherein auf vier Stopps festgelegt, und uns auch davon nicht mehr abbringen lassen", erzählte Ferrari-Rennleiter Stefano Domenicali.
 
Dabei zählt der Ferrari F138 noch zu den Autos, die pfleglich mit den Reifen umgehen. "Aber für das Tempo, das wir anschlagen wollten, mussten wir vier Stopps fahren", gab Fernando Alonso zum besten. "Da hätten wir fünf Stopps gebraucht", gab Marko zu, verteidigt aber die Taktik: "Gegen Ferrari konnten wir nur gewinnen, wenn wir etwas anders machen als sie. Wir mussten es probieren. Als wir merkten, dass sie auf vier Stopps gehen, haben wir es mit drei versucht."
 
Bei Red Bull funktionierten die harten Reifen nicht so, wie das nach den Rennsimulationen am Freitag erwartet worden war. Vettel: "Der harte Reifen hat stärker abgebaut als angenommen. Ich bin die meiste Zeit im Schongang gefahren. Ein Mal zu aggressiv, und schon hast du dafür bezahlt. Dann bin ich einfach so lange gefahren, bis mir der Reifen um die Ohren geflogen ist."

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