Geänderte Startreihenfolge

Kobayashi nach Regel-Diskussion auf Platz sieben

Formula 1 Grand Prix, Japan, Saturday Practice Foto: xpb 42 Bilder

Nach dem Qualifying zum Grand Prix Japan entbrannte im Fahrerlager eine Diskussion um das Regelwerk. Wenn mehrere Autos im Qualifying keine Zeit erzielen, gilt eigentlich die Reihenfolge der Startnummer. Wäre da nicht noch ein spezieller Passus.

Es entspricht eigentlich nicht dem Geist der Formel 1, dass die Fahrer im Qualifying nicht mehr um Rundenzeiten kämpfen, weil sie lieber Reifen für das Rennen sparen wollen. Dieses Bild bot sich aber den Zuschauern im dritten Qualifying-Abschnitt in Suzuka. Weder Michael Schumacher, noch die Renault-Piloten oder Kamui Kobayashi fuhren eine gezeitete Runde. Die meisten gingen davon aus, dass dann die Startnummer für die Platzvergabe maßgeblich ist. Deshalb auch das Ergebnis mit Schumacher auf sieben (Nummer 7), Bruno Senna auf acht (Nummer 9), Vitaly Petrov auf neun (Nummer 10) und Kobayashi auf Platz zehn (Nummer 16). So besagt es das vorläufige Qualifying-Ergebnis.

Paragraph 36 maßgeblich

Doch da hatte jemand die Rechnung ohne Sauber Teammanager Beat Zehnder gemacht. Der Schweizer kennt das Regelwerk wie kaum ein anderer. Er wies die FIA darauf hin, dass sein Pilot Kamui Kobayashi auf Startplatz sieben gehört. Denn es gibt eine spezielle Regelung für den Fall, dass mehrere Fahrer keine Zeit abliefern.

Paragraph 36 im Sportlichen Reglement regelt die Startaufstellung. Im Unterpunkt 36.2 ist nachzulesen, was in genau diesem Fall, der in Suzuka eintrat, zu tun ist. Die Reihenfolge wird nach folgenden Kriterien festgelegt:

a) Jeder Fahrer, der versucht hat eine Qualifying-Zeit zu setzen, indem er eine fliegende Runde begonnen hat
b) Jeder Fahrer, der es nicht geschafft hat eine fliegende Runde zu starten
c) Jeder Fahrer, der es nicht aus der Box geschafft hat

Man könnte annehmen, alle vorher genannten Piloten würden unter Kategorie a) fallen. Doch es gibt einen kleinen, aber feinen Unterschied. Schumacher und die Renault-Piloten haben es nicht geschafft, eine fliegende Runde zu starten, weil sie erst über die Ziellinie fuhren, als bereits die schwarz-weiß-karierte Flagge geschwenkt wurde, weil das Qualifying vorbei war.

Kobayashi innerhalb Q3

Kobayashi war hingegen noch vor dem Schwenken der Flagge rausgefahren und hat seine fliegende Runde begonnen, dann aber abgebrochen. Man könnte auch sagen, Kobayashi hatte die Absicht eine Rundenzeit zu erzielen, die anderen aber nicht, weil sie es nicht in der vorgeschriebenen Zeit von Q3 geschafft haben. Schumacher wehrt sich gegen Vorwürfe, man sei zu spät losgefahren. Der Mercedes GP-Pilot erklärte, er sei ihm Verkehr stecken geblieben.

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