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Neue Regeln für blaue Flaggen

Überrundete sollen früher Platz machen

Im Fahrerbriefing zum GP Kanada wurde die meiste Zeit über überrundete Fahrer und blaue Flaggen diskutiert. Der Großteil der Fahrer wünscht sich, dass die blauen Flaggen schon ab einem Abstand von 1,5 Sekunden gezeigt werden.

Kimi Räikkönen hat mit dem GP Monaco immer noch nicht ganz abgeschlossen. Auch wenn er offiziell sein Team in Schutz nimmt. Doch innerlich kocht es noch in dem sonst so coolen Finnen, dass ihm der Sieg beim prestigeträchtigsten Rennen des Jahres aus der Hand genommen wurde.

Beim Fahrerbriefing zum GP Kanada ließ Räikkönen seinen Frust an den Überrundungen aus. In seiner Runde nach dem Boxenstopp war Räikkönen auf Jenson Button und Pascal Wehrlein aufgelaufen, die ihn fast 2 Sekunden im Duell mit Sebastian Vettel gekostet haben.

Der Finne, der sich in den Fahrerbriefings normalerweise kaum zu Wort meldet, fragte bei der Diskussion über blaue Flaggen in die Runde: „Warum fahren überrundete Fahrer überhaupt mit?“

Die richtige Antwort wäre gewesen: Weil sonst am Ende des Rennens kaum noch Autos im Feld wären. In Barcelona beendeten nur 3 Fahrer das Rennen in der Runde des Siegers. In Melbourne waren es 6, in Shanghai 7 und in Sotschi 8.

Blaue Flaggen schon bei 1,5 Sekunden Abstand

Die Piloten bedrängten FIA-Rennleiter Charlie Whiting, in Zukunft strenger mit Überrundeten zu verfahren. Die blauen Flaggen sollten nicht erst gezeigt werden, wenn der schnellere Fahrer bis auf eine Sekunde auf den zu überrundenden Piloten aufgeschlossen hat. Der Großteil der Teilnehmer wünscht sich eine Zeitspanne von 1,5 Sekunden.

Auf Whitings Hinweis, dass man zum Aktivieren von DRS auch bis auf eine Sekunde aufschließen müsse, brachte Sergio Perez den Punkt vor, dass manchmal das langsamere Fahrzeug gerade mit frischen Reifen von der Box kommt und es dann für den schnelleren Fahrer schwierig sei mit alten Reifen dicht an den Vordermann heranzufahren. Die FIA versprach, den Fall weiter zu verfolgen.

Hamilton moniert gefährliches Abstand halten

Lewis Hamilton hatte während des zweiten Trainings schon am Funk angekündigt, dass er dringend mit Charlie Whiting sprechen müsse. Der Engländer sieht ein Gefahrenpotenzial beim Abstand halten vor den Qualifikationsrunden. Schon im Training kam es laut Hamilton zu Beinahe-Unfällen, weil viele Fahrer erst in der Zielschikane vom Gas gingen, um Platz zum Vordermann zu schaffen.

Für die Piloten auf einer schnellen Runde ist es aber unmöglich, in die Schikane hineinzusehen, wenn sie die lange Gerade mit 330 km/h herunterblasen. Ist dann ein Kollege mit 50 km/h in der Schikane unterwegs, könnte es zu Auffahrunfällen kommen. Hamilton schlug zur Lösung des Problems vor, dass ab der DRS-Marke alle Vollgas fahren müssen. So würde man schon zu Beginn der Geraden sehen, wer langsam fährt und wer nicht. Auch darüber will die Rennleitung nachdenken.

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