Regen in Suzuka

Japan-Qualifikation erst am Sonntag?

F1 Safety-Car Foto: xpb 28 Bilder

Der anhaltende Regen in Suzuka bringt die Qualifikation in Gefahr. FIA-Rennleiter Charlie Whiting wird das Zeittraining am Samstag bis maximal 16.30 Uhr verschieben. Bei einer Absage wird es für Sonntagmorgen, 10 Uhr Ortszeit, angesetzt.

Eine halbe Stunde vor der dritten Trainingssitzung zum GP Japan öffnete der Himmel seine Schleusen. Feiner Nieselregen ging in einen Wolkenbruch über, der nicht mehr aufhören wollte. Unter den Bedingungen trauten sich nur wenige Fahrer auf die Piste. Die meisten bogen nach einer langsamen Installationsrunde wieder in die Boxengasse ab.

Surfing in Suzuka

Fernando Alonso zog sich nicht einmal um. Lewis Hamilton informierte sein Team über Funk: "Das sind die schlimmsten Bedingungen, unter denen ich je gefahren bin." Robert Kubica pflichtete bei: "Mein Top-Speed lag bei 100 km/h, und da hatte ich alle Hände voll zu tun, das Auto auf der Piste zu halten. Ich bin mit 70 km/h durch die Schikane und wäre fast abgeflogen. Überall stehen Pfützen. Das Auto surft mit dem Unterboden auf dem Wasser."

Heikki Kovalainen hofft, dass der Regen am Nachmittag nachlässt und das doch noch gefahren werden kann. "Je extremer die Bedingungen, umso größer der Überraschungsfaktor. Das hilft den kleinen Teams." Der Finne blieb trotzdem die meiste Zeit in der Box statt sich mit den Bedingungen anzufreunden.

Risiko für Mensch und Material

"Da kannst du nicht viel lernen. In den langsamen Kurven hast du Aquaplaning, weil die Reifen nicht genug Wasser verdrängen können. Auf den Geraden schwimmt das Auto mit dem Unterboden auf. Das Risiko, dein Auto abzuwerfen ist viel zu groß. In Suzuka stehen die Mauern so nah, dass du dein Auto bei einem Abflug automatisch schwer beschädigst."

FIA-Rennleiter Charlie Whiting teilte den Fahrern mit: "Wenn es um 14 Uhr zum Abschlusstraining so regnet wie am Morgen, wird nicht gefahren." Safety-Car-Fahrer Bernd Mayländer drehte am Ende des dritten Trainings eine Runde, und er richtete Whiting aus: "Es ist selbst für das Safety-Car zu gefährlich."

Zeittraining bis spätestens 16.30 Uhr

Die Rennleitung wird die Bedingungen dauernd prüfen. So wie vergangenes Jahr beim GP Brasilien. Da sie damals von einigen Fahrern dafür kritisiert wurde, das Training zu früh freigegeben zu haben, wird Whiting diesmal noch genauer hinschauen, ob ein Fahrbetrieb möglich ist.

Er kann den Beginn der Qualifikation bis maximal 16.30 Uhr hinauszögern. "Danach macht es keinen Sinn mehr, weil es ab 17.30 Uhr langsam dunkel wird", berichtet Whiting.

Qualifikation erst am Sonntag (10 Uhr)?

Wenn das Abschlusstraining dem Wetter zum Opfer fällt, wird auf Sonntagvormittag verschoben. Einen Termin gibt es bereits. Ab zehn Uhr Ortszeit (3.00 h MEZ) sollen die 24 Startplätze ausgefahren werden. Fünf Stunden später startet das Rennen.

Damit würde sich das Szenario von 2004 wiederholen. Damals musste die Qualifikation wegen eines drohenden Taifuns von Samstag auf Sonntag verschoben werden. Sieger war damals übrigens ein gewisser Michael Schumacher.

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