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Hintergründe zum Reifendrama von Perez

"Nichts mit alten Reifenschäden zu tun"

Paul Hembery stand unter Beschuss. Mark Webber verlor nach dem Rennen die Contenance und hatte eine lautstarke Auseinandersetzung mit dem Pirelli-Chef. Der Australier glaubte an eine Wiederholung der Reifenmisere von Silverstone, als direkt vor ihm Sergio Perez der rechte Vorderreifen hochging. Doch diesmal konnte Pirelli nichts dafür.

Es sind schwere Zeiten für Pirelli. Wenn nichts passiert, finden die italienischen Reifenbauer keine Erwähnung. Wenn ein Reifen platzt, sind sie Schuld. Da gehen auch einem altgedienten Rennfahrer wie Mark Webber schon mal die Gäule durch. Der Australier legte sich nach dem GP Korea mit Reifenchef Paul Hembery an. Es war ein lautstark geführtes Wortgefecht im Pirelli-Pavillon.

Webber war Augenzeuge, als in der 31.Runde Sergio Perez bei 300 km/h der rechte Vorderreifen explodierte. Die Lauffläche löste sich sofort ab und wirbelte in hohem Bogen durch die Luft. Das löste die erste Safety-Car-Phase aus. Webber war sauer, weil er an eine Wiederholung der Silverstone-Misere glaubte.
 
Hembery musste den aufgebrachten Australier beruhigen: "Mark kannte die Vorgeschichte nicht. Leider sind beim Reifenthema in diesem Jahr alle ein bisschen paranoid. Wir konnten ihn dann aber schnell beruhigen."

Perez an Reifenschaden selbst schuld

Doch was war wirklich passiert? Perez hatte auf dem Reifensatz Marke Medium bereits 21 Runden abgespult. Eine Runde mehr als die Empfehlung von Pirelli. Am Ende der Zielgeraden malträtierte der Mexikaner den rechten Vorderreifen mit einer Vollbremsung, bei der das rechte Vorderrad über 30 Meter stehenblieb.
 
Webber konnte den Vorfall nicht sehen, weil er gerade aus der Boxengasse kam. Hembery erklärte: "Das Bremsmanöver hat dem Reifen den Rest gegeben. Er hat sich förmlich durchgebrannt. Der Riss ging bis durch den Gürtel. So etwas hält kein Reifen aus. Der Vorfall hatte also gar nichts mit den Schäden aus der ersten Saisonhälfte zu tun."

Webber musste doppelt büßen. Er fuhr sich auf Trümmerteilen einen Plattfuß ein und stand eine Runde nach seinem zweiten Boxenstopp schon wieder an der Red Bull-Box. Zurück blieb ein gehöriger Schrecken: "Die Lauffläche flog vor meinen Augen durch die Luft. Es war ein Wunder, dass sie mich nicht traf." Dagegen war der Ausfall nach einer Kollision mit Adrian Sutil fast verschmerzbar.

Motorsport Aktuell Mark Webber - GP Korea 2013 Rennanalyse GP Korea 2013 Feuer- und Reifendrama in Yeongam

Nach dem aufregenden Korea Grand Prix blieben noch einige Fragen offen.

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