Lewis Hamilton - Mercedes - Formel 1 - GP Singapur - 16. September 2016 sutton-images.com
Daniel Ricciardo - Red Bull - Formel 1 - GP Singapur - 17. September 2016
Felipe Nasr - Sauber - Formel 1 - GP Singapur - 17. September 2016
Jolyon Palmer - Renault - Formel 1 - GP Singapur - 17. September 2016
Lewis Hamilton - Mercedes - Formel 1 - GP Singapur - 17. September 2016 58 Bilder

Problem für Singapur-Spezialisten

Das Geheimnis der sauberen Runde

Lewis Hamilton, Sebastian Vettel und Max Verstappen waren Kandidaten für die Pole Position. Doch die Singapur-Asse wurden von ihren Teamkollegen entzaubert. Weil diesmal aggressives Fahren nicht belohnt wurde. Daran waren die Reifen schuld.

Sebastian Vettel war in Singapur immer für 3 Zehntel gut. Diesmal schlug ihn Kimi Räikkönen in zwei von drei Trainingssitzungen. Lewis Hamilton stand in Singapur schon 3 Mal auf der Pole Position. Diesmal entzauberte ihn Nico Rosberg. Der Teamkollege war sieben Zehntel schneller.

Max Verstappen sah nach dem dritten Training aus wie ein Kandidat für die Pole Position. Vor einem Jahr qualifizierte er sich im Toro Rosso auf dem guten achten Platz. Doch in der Qualifikation zog Daniel Ricciardo wieder mal ein Ass aus dem Ärmel.

Wie ist das zu erklären, dass 3 Singapur-Spezialisten von ihren Teamkollegen klar geschlagen wurden? Die Trumpfkarte für eine schnelle Runde auf dem Marina Bay Circuit war bislang immer ein aggressiver Fahrstil. Und natürlich Vertrauen ins Auto. „Das bringt dir gleich mal eine halbe Sekunde“, erzählt Nico Hülkenberg. Doch wer attackieren will, muss sich wohlfühlen in seinem Auto.

Vorderreifen kommen zu langsam auf Temperatur

Dieser Wohlfühlfaktor fehlte Hamilton, Verstappen und Vettel. Alle 3 Piloten kämpften mit dem gleichen Problem. Die Vorderreifen kamen nicht schnell genug auf Temperatur. Dafür hatten die Hinterreifen zu viel Grip.

Verstappen erklärte, was dann passiert. „Im ersten Sektor willst du vorne Grip haben, damit du spät auf die Bremse gehen und das Auto in die Kurven werfen kannst. Wenn die Reifen nicht ins Fenster kommen, bleiben dir beim Bremsen dauernd die Vorderräder stehen.“

Dafür büßt man auch im zweiten Sektor. Das Auto untersteuert. „Du kannst versuchen, das mit gezieltem Gaseinsatz auszugleichen, aber das killt deine Hinterreifen. Dann hast du auch im dritten Sektor ein Problem. Das ganze ist wie ein Schneeballeffekt.“

Vettel führt die Probleme auf die 2016er Reifen zurück. „Sie sind im Aufwärmverhalten anders als die vom letzten Jahr.“ Die hatten sich nach Aussage einiger Teams beim GP Ungarn noch einmal geändert. „Da muss etwas passiert sein, weil die Reifen leichter wurden. Wir nehmen an, dass die Konstruktion modifiziert wurde“, mutmaßt ein Ingenieur.

Vettel fasst sich dabei an die eigene Nase. „Das was früher in Singapur funktioniert hat, war nichts mehr wert. Es fällt auf, dass die Fahrer profitiert haben, die einen ähnlichen Fahrstil haben.“ Also die eher saubere Linie. Weil die Reifen wildes Fahren mit zu viel Oberflächentemperatur bestrafen. Und das sorgt dann wieder für Gripverlust.

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Pirelli hatte in Spa und Monza Prototypen-Reifen testen lassen.

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