Reifenaffäre

Sechs Teams gegen Mosley

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Sechs der verurteilten Formel 1-Teams wollen gegen die Entscheidung des FIA-Schiedsgerichts zu Felde ziehen. Sie fühlen sich ungerecht behandelt. Nur Red Bull zieht vorerst nicht mit.

In einem offiziellen Statement verkündeten die Teams McLaren-Mercedes, Williams-BMW, Renault, BAR-Honda, Sauber und Toyota, dass sie das Urteil des FIA-Schiedsgerichts vom Mittwoch (29.6.) nicht akzeptieren.

Zum einen beklagen sie sich, dass die FIA angesichts der unsicheren Reifen mildernde Umstände eingeräumt habe, dennoch seien die Teams laut FIA-Meinung verpflichtet gewesen, das Rennen zu fahren. "Angesichts der klaren schriftlichen Anweisung seitens Michelin, hatten die Teams keine andere Wahl, als nicht am Rennen teilzunehmen. Jede andere Entscheidung wäre unverantwortlich gewesen", heißt es in der Pressemitteilung.

Unbefriedigend für die Fans

Zudem regen sich die Rennställe über die Argumentation der FIA auf, sie hätten sehr wohl am Rennen teilnehmen können, wenn sie statt der für die Reifen gefährlichen Steilkurve in jeder Runde die Boxendurchfahrt benützt hätten. Selbst die Anklage habe eingeräumt, dass es lediglich eine Möglichkeit gegeben hätte, das Rennen auszutragen (Bei Benutzung eines Tempolimits). In diesem Punkt sei man aber freigesprochen worden. Abgesehen davon könne von einer befriedigenden Vorstellung für die Fans unter den gegebenen Umständen keine Rede gewesen sein.

Die sechs Teams behalten sich vor, rechtliche Schritte gegen das FIA-Urteil einzuleiten. Lediglich Red Bull Racing mochte da nicht mitziehen. "Wir wollen uns nicht zu einer überstürzten Entscheidung drängen lassen", sagte Teamchef Christian Horner.

Die oberste Motorsportbehörde hatte die betroffenen Rennställe wegen ihrer Nichtteilnahme am Rennen in Indianapolis wegen angeblicher Image-Schädigung der Formel 1 vor ein Schiedsgericht geladen und sie in zwei von fünf Anklagepunkten für schuldig erkannt.

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