Reifenchaos in Korea

Gehen am Sonntag die Reifen aus?

Reifen  - Formel 1 - GP Korea - 13. Oktober 2011 Foto: xpb 51 Bilder

Die Fahrer haben noch keinen Meter auf dem Korean International Circuit zurückgelegt, doch jetzt schon geht die Angst um, dass am Sonntag die Reifen knapp werden könnten. Alle rechnen damit, dass der Boxenstopprekord von Istanbul gebrochen wird. Sebastian Vettel erwartet bis zu fünf Stopps pro Fahrer.

Dieser GP Korea könnte ein Chaosrennen werden. So wie im letzten Jahr. Diesmal wird das Wetter aber nur eine Nebenrolle spielen. Der große Überraschungsfaktor kommt von den Reifen. Pirelli bringt die beiden weichsten Mischungen "soft" und "supersoft" an die Strecke. "Das ist extrem mutig", meint McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh. Der 5,615 Kilometer lange Kurs von Yeongam gilt als Reifenfresser.

Das liegt an den unterschiedlichen Anforderungen, die diese Strecke an den Reifen stellt. Vom Layout her ist dieser Kurs eine Mischung aus Singapur und Suzuka. An sieben Stellen ist Traktion gefordert. Das belastet die Hinterreifen. Wie in Singapur. In sieben der 18 Kurven treten hohe laterale Kräfte auf, die den Vorderreifen zusetzen können. So wie in Suzuka.

Piloten erwarten Chaos im Rennen

"Da könnte dann das gleiche Phänomen eintreten wie in Japan. Der Gripverlust hat sich nicht schrittweise angekündigt, sondern er war da von einer Sekunde auf die andere. "Ich bin an die Boxen, weil es mir die Reifen aufgezwungen haben", blickt Sebastian Vettel zurück.

Jenson Button erwartet Chaos am Sonntag: "Wir werden sicher öfter als zwei Mal stoppen. Manche müssen vielleicht fünf Mal rein. Wenn dann noch was schiefgeht, ist dein Vorrat an Reifen erschöpft." Auch Vettel rechnet mit bis zu fünf Stopps pro Auto am Sonntag. "Das ganze wird noch dadurch verschärft, dass es am Freitag regnen soll. Wir werden ziemlich unvorbereitet in das Rennen gehen."

Schlammschlacht am Freitag?

Martin Whitmarsh prophezeit: "Die ganze Rennvorbereitung bleibt möglicherweise am Samstagvormittag hängen." Und da ist nur eine Stunde Zeit. Am einem normalen Freitag wären es drei Stunden. Das dritte freie Training findet dann wahrscheinlich auf einer extrem schmutzigen Strecke statt.

Seit dem Grand Prix im Vorjahr ist in Yeongam nicht viel passiert. Man hat die Tore zur Strecke erst vor zwei Wochen wieder aufgesperrt. "Wenn es am Freitag regnet, wird es wieder jede Menge Schlamm auf die Strecke schwemmen. Das kennen wir noch vom letzten Jahr", fürchtet Rubens Barrichello. "Da wird die Strecke am Samstag ziemlich dreckig sein."

Wenig Action im Qualifying

Von den Fahrern ist extrem viel Disziplin gefragt. "Ein Bremsplatten in der Qualifikation kann sich da schon bitter rächen. Weil dir dann ein Reifensatz für das Rennen fehlt", warnt Button. Gut möglich, dass am Samstag in der Qualifikation nur wenig Verkehr auf der Strecke ist, weil alle versuchen Reifen zu sparen. Einen Vorgeschmack darauf gab es bereits in Suzuka. Da hatten vier der zehn Top Ten-Kandidaten keine fliegende Runde gedreht.

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