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Reifendrücke im Rennen überprüft

FIA droht mit Strafen

Reifen - Pirelli - GP Italien - Monza - Donnerstag - 3.9.2015 Foto: ams 39 Bilder

Pirelli hat wieder Schnitte in den Reifen entdeckt. Und der Reifenhersteller hat die FIA gebeten, die vorgeschriebenen Luftdrücke nicht nur im Stand, sondern auch im Fahrbetrieb zu prüfen. Bei Regelverstößen drohen harte Strafen. In der GP2 hat die FIA schon durchgegriffen.

06.09.2015 Michael Schmidt

Die Reifen bleiben auch in Monza ein Thema. "Wir haben nach dem Training wieder Schnitte in einigen Reifen entdeckt", gab Pirelli-Sportchef Paul Hembery zu. "In einem Fall wurde der Reifen durch Glassplitter beschädigt." Es handelte sich um den Lotus von Pastor Maldonado. Nach unfallreichen GP2- und GP3-Rennen liegen wieder viele Trümmerteile rund um die Strecke. "Vielleicht müssen wir neue Standards für die Reinigung der Strecke einführen", schlägt Hembery vor.

GP2-Fahrer in letzte Startreihe verbannt

Ein ernsteres Thema sind die Einhalten der Grenzwerte für Radsturz und Luftdruck. In der Boxengasse ist das leicht zu messen. Bei der Fahrt schon schwieriger. Da müssen die Reifentechniker die Telemetriedaten überprüfen. Der Radsturz verändert sich beim Fahren. Die Luftdrücke auch. Normalerweise steigen sie um zwei PSI. Doch es gibt Tricks, den Druck im Fahrbetrieb abzusenken. Die Teams können mit dem Vorheizen in den Heizdecken und durch Ablassen der Luft bei Boxenstopps schwindeln.

Offenbar ist das im Freitagstagstraining mehrfach passiert. Pirelli drängte die FIA daraufhin, dass die Startdrücke auch im Fahrbetrieb nicht unterschritten werden dürften. Somit gelten auch im Rennen mindestens 21 PSI vorne und 19,5 PSI hinten. Die FIA kündigte bei Tricksereien harte Strafen an. In der GP2 schlugen die Sportkommissare bereits zu. Sergio Canamasas und Mitch Evans wurden wegen Unterschreitens des Limit in die letzte Startreihe verbannt.

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