Reifenfrage in Silverstone

Von einem bis vier Stopps alles möglich

Pastor Maldonado - GP England - Qualifying - 9. Juli 2011 Foto: xpb 50 Bilder

Nach den verregneten Trainingssitzungen tappen die Teams in puncto Reifen noch im Dunkeln. Keiner weiß genau, wie lange die Pirelli-Gummis bei trockenen Bedingungen im Rennen halten. Von einem bis vier Stopps scheint alles möglich.

An den ersten beiden Tagen des Silverstone-Wochenendes hat das feuchte Wetter die Regie übernommen. Am Sonntag könnten jedoch schon wieder die Reifen im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stehen. Die Teams rechnen mit einem trockenen Rennen, soweit man das wechselhafte englische Wetter vorhersagen kann. Kurze Schauer sind immer möglich.

Noch keine klaren Erkenntnisse im Trockenen

Unter trockenen Bedingungen konnten die Teams bislang aber nur wenige Daten sammeln. Im dritten Training gab es eine Stunde bei relativ kühlen Temperaturen und immer wieder kleinen Nieselphasen, bei denen erstmals die Slicks aus dem Regal geholt wurden. Sollte im Rennen die Sonne herauskommen, kann es schon wieder ganz anders aussehen.

Bei dem kurzen Test am Samstagvormittag kamen die Teams zu unterschiedlichen Erkenntnissen. "Die weiche Reifen bauen bei uns nach einer Runde schon relativ stark ab. Nach zehn Runden fahre ich nur noch auf der Leinwand", erklärte Adrian Sutil. "Außerdem begann der linke Vorderreifen irgendwann zu Körnen an."

Bei Mercedes sah man das Problem nicht ganz so schlimm. "Der weiche Reifen sieht ganz vernünftig aus", analysierte Teamchef Ross Brawn. "Er ist zu Beginn ein bis anderthalb Sekunden schneller. So ab der zehnten Runde gleichen sich die Zeiten an. Genaue Vorhersagen sind allerdings schwer. Das wird sicher ein interessantes Rennen."

Mangelnde Erfahrung bietet Chance auf Überraschungen

Während Mercedes und Force India zu den Reifenfressern zählen, liegt Sauber am anderen Ende des Spektrums. Niemand geht so schonend mit den Gummis um, wie das weiße Auto. Eine Einstopp-Strategie wollte Technikchef James Key zumindest nicht ausschließen. "Ich weiß aber nicht, ob das wirklich schneller ist. Ich denke, zwischen zwei und vier Stopps ist hier alles möglich."

Auch bei Pirelli konnte man keine genauen Vorhersagen machen. "Die Teams haben erst sehr wenige Daten unter Rennbedingungen gesammelt", erklärte Pirelli-Sportchef Paul Hembery. "Die Strategie wird entscheidend sein. Das bietet Fahrern wie Di Resta oder Maldonado eine Chance, von ihren exzellenten Quali-Leistungen zu profitieren."

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