Michael Schumacher GP Malaysia 2012 dpa
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Reifenprobleme behoben?

Schumi hofft auf Malaysia-Podium

In Malaysia konnte Michael Schumacher zum ersten Mal das Potenzial des neuen Mercedes ausspielen. Er verpasste die erste Pole Position des Silberpfeil-Teams nur um 17 Hundertstel. Der Rekordchampion wollte vor dem Rennen aber noch nicht mit dem Feiern anfangen.

Michael Schumacher ist zurück. In Malaysia konnte der Oldie schon zum zweiten Mal seinen Teamkollegen Nico Rosberg hinter sich lassen. Dabei hatte der Mercedes-Youngster noch nie ein Teamduell in Malaysia verloren. Es scheint, als könnte Schumi noch einen Gang hochschalten, je weiter es in Richtung Formel 1-Spitze geht.

Zum ersten Mal seit seinem Comeback durfte der Rekordchampion in Malaysia nach dem Qualifying an der offiziellen FIA-Pressekonferenz der ersten drei Piloten teilnehmen. "Es ist schön hier zu sitzen. Die Rückkehr hat ja etwas auf sich warten lassen", grinste der Altmeister. "Ich hätte natürlich gerne öfter hier oben gesessen. Viel wichtiger ist aber, vielleicht auch morgen hier sitzen zu können."

Dritter Startplatz das Maximum für Mercedes

Im Qualifying war er zuvor nur ganz knapp an der Pole Position vorbeigeschrammt. Dennoch sah Schumi eher das Positive an Startplatz drei. "Natürlich steht man immer gerne ganz vorne. Wenn man bedenkt, von wo wir kommen, dann ist der dritte Platz aber schon eine gute Leistung. Das war das Maximum, das hier erreichbar war. Außerdem ist die Pole Postion nicht so wichtig. Wichtiger ist, was im Rennen dabei rauskommt."

Auch in Melbourne hinterließen die Silberpfeile im Qualifying einen guten Eindruck. Doch am Sonntag ging es dann mit Reifenproblemen relativ schnell nach hinten. Schumi hofft, dass sich das in Malaysia nicht wiederholt. "Wir haben das ganze Wochenende gut mit dem Auto gearbeitet. Dieses Mal haben wir einen guten Kompromiss zwischen Qualifying und Rennen."

Teamchef Ross Brawn gab zu, dass man vom Setup etwas Speed auf eine Runde geopfert hat um konstantere Zeiten auf die Distanz zu fahren. Das Problem aus Melbourne habe man erkannt. "Die Reifen sind in einem bestimmten Bereich einfach zu heiß geworden. Wir haben den kompletten Freitag hier mit Longruns verbracht. Das sah ganz vernünftig aus."

Brawn will aber noch nicht vorschnell Entwarnung geben. "Im Rennen kann es schon wieder ganz anders aussehen. Die Asphalttemperaturen schwanken hier extrem." Auch Schumacher nimmt das Thema weiterhin Ernst. "Wir haben aber unsere Lektion in Australien gelernt. Die Jungs in der Fabrik haben gut gearbeitet. Das ganze Team hat einen super Job erledigt. Wir verstehen das Auto nun deutlich besser. Ich hoffe, diese Arbeit zahlt sich morgen im Rennen aus."

Schumacher will Angriff auf McLaren starten

Am Start hat Schumi die beiden McLaren in Sichtweite. Die Silberpfeile und speziell Schumi sind bekannt dafür, richtig Gas zu geben, wenn die Lichter ausgehen. "Ich erwarte einen heißen Weg in die erste Kurve", grinste Jenson Button, der vor Schumi von Rang zwei ins Rennen geht.

Schumacher hofft, dass sich die harte Arbeit seines Teams endlich auch im Ergebnis widerspiegelt. "Ich möchte Mercedes danken, die einen immensen Aufwand betrieben haben, mir so ein Auto zur Verfügung zu stellen. Ich hoffe, dass ich das morgen mit einem guten Ergebnis und den ersten Punkten zurückzahlen kann."

Mit Platz drei gibt sich der Rekordmann aber langfristig nicht zufrieden. Schumi hat sein Comeback gestartet, um wieder Weltmeister zu werden. Noch in dieser Saison will er mit seinem Team zum Angriff auf McLaren blasen. Zu viel versprechen will der Deutsche aber nicht: "Wir sind relativ nah dran. Wir haben ein gutes Entwicklungsprogramm. Mal sehen, was die Saison uns bringt." Ross Brawn ist überzeugt, Mercedes wieder auf die Siegerstraße zu führen. "Ich kann nur noch nicht sagen wann", grinste das Superhirn.

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