Reifenschäden geklärt

Kimis Ballast zerstört zwei Reifen

Lotus Grosjean GP Belgien 2013 Foto: Lotus 25 Bilder

Zwei Reifenschäden im Freien Training sorgten für viele Diskussionen in Spa. Die Piloten fürchteten ein zweites Silverstone und verlangten nach einer Garantie, dass die Reifen sicher sind. Inzwischen hat Pirelli den Verursacher gefunden. Ein Stück Ballast aus Kimi Räikkönens Lotus hat zuerst Sebastian Vettels Reifen zerstört und dann den von Fernando Alonso.

Die Suchaktion hatte Erfolg. Am Freitagabend (23.8.2013) fahndeten Pirelli-Techniker zwischen den Kurven 13 und 15 nach verdächtigen Objekten auf der Strecke und den Randsteinen. Im zweiten Training mussten Sebastian Vettel und Fernando Alonso ihr Training wegen Reifenschäden rechts hinten unterbrechen. In Fahrerkreisen machte sich Unruhe breit. Bahnte sich da ein zweites Silverstone an?

Am Samstag hatten sich die Wogen wieder geglättet. Das Reifenrätsel ist gelöst. Die Probleme begannen am selben Ort, doch das Schadensbild war komplett verschieden. In Alonsos Reifen klafften zwei Löcher auf der Lauffläche. Vettels Reifen dagegen sah wie durchgescheuert aus. Deshalb ging Pirelli von unterschiedlichen Ursachen für die Reifenschäden aus. Tatsächlich aber war ein Stück Metall an beiden Fällen beteiligt.

Ein Stück Wolfram killt zwei Reifen

Es handelt sich um ein ca. 10 Zentimeter langes Stück Ballast, vermutlich aus dem Lotus von Kimi Räikkönen. Die Platten sind aus hochverdichtetem Wolfram. Es ist der Werkstoff mit dem zweithöchsten spezifischen Gewicht. Eine dieser Metallstücke hatte sich selbständig gemacht und war im Randstein der Kurven 13 liegengeblieben. "Ich habe das Teil am Ausgang der Pif-Paf Schikane aufgesammelt", berichtete Vettel.

Das Metallteil verklemmte sich zwischen Bodenplatte und Hinterreifen und schlitzte die Lauffläche auf wie eine Sardinenbüchse. Dadurch löste sich der Ballast und blieb wieder auf der Straße liegen. Schon 5 Minuten vorher kam Fernando Alonso an der Stelle vorbei und traf das Corpus delicti an den zwei Befestigungsschrauben voll mit der Lauffläche des rechten Hinterreifens.

Der Druck entwich nicht sofort. Alonso spürte, dass im Heck etwas nicht stimmte und brachte den Ferrari zurück, bevor der Reifen völlig in sich zusammenfiel. Vettel sieht ein anderes Problem: "Wenn ich das Teil beim Beschleunigen unter den Reifen kriege und einer fährt direkt hinter mir, dann kann das böse Folgen haben."

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