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Renault F1-Comeback 2016

Lotus wird Renault-Werksteam

Lotus - Maldonado - Renault - GP Brasilien 2015 Foto: xpb 50 Bilder

Renault hat die Übernahme von Lotus endgültig abgeschlossen. Dies bestätigte der französische Autobauer in einem Statement am Montag (21. Dezember 2015). In der Saison 2016 wird der Rennstall aus Enstone wieder als französisches Werksteam antreten. Das Auto bekommt einen neuen Look.

21.12.2015 Tobias Grüner

Das Lotus-Renault-Drama ist endlich beendet. Der französische Autobauer hatte am 3. Dezember 2015 den Rückkauf des Formel 1-Teams offiziell bestätigt. In der Folgezeit waren nur noch letzte Details zwischen den Parteien zu klären. Am 21. Dezember vermeldete Renault in einer Pressemitteilung die endgültige Übernahme, die laut der Franzosen am Freitag zuvor erfolgt war. Schon von 2002 bis 2009 fuhr die Mannschaft aus Enstone als Renault-Werksteam in der Königsklasse.

Nach 6 Jahren unter dem Namen Lotus F1 Team kehrt man nun zum alten Status zurück. Den neuen Teamnamen sowie die künftigen Management-Strukturen, die Teampartner und andere Details will Renault erst während eines Events im Februar bekannt geben. Bis dahin leiten Renault-Marketing-Vorstand Jérôme Stoll als Vorsitzender und Cyril Abiteboul als Sportdirektor (wie bisher) die Übergangsphase.

Renault-Verbleib lange auf der Kippe

"Renault hatte 2 Mögichkeiten: Entweder mit 100 Prozent Einsatz zurückzukommen oder ganz aufzuhören", so Renault-Boss Carlos Ghosn am 3. Dezember. "Nach einer genauen Untersuchung habe ich entschieden, dass wir in der Formel 1 bleiben. Die letzten Details, die mit den Formel 1-Verantwortlichen abgesprochen wurden, haben uns die Zuversicht für diese Herausforderung gegeben."

Mit diesen "Details" meinte Ghosn natürlich finanzielle Zusagen. Das ganze Abu Dhabi-Wochenende hatten Renault-Vertreter mit Bernie Ecclestone über den Status des Teams und mögliche Sonderprämien verhandelt. Lange Zeit hatte das Renault-Comeback auf der Kippe gestanden. Erst ein letztes Angebot kurz vor dem Saisonfinale am Sonntag ließ das Pendel offenbar in Richtung Formel 1-Verbleib ausschlagen.

Mit der offiziellen Bestätigung des Verbleibs in der Formel 1 fällt nicht nur den 450 Mitarbeitern in der Fabrik in Enstone ein Stein vom Herzen. Auch bei Red Bull und Toro Rosso nahm man die Nachricht mit Erleichterung auf. Red Bull wird weiter mit Renault-Motoren fahren - wenn auch unter anderem Namen. Toro Rosso bekommt nächste Saison 2015er Ferrari Aggregate.

Renault F1 Team will wieder an die Spitze

Ghosn spuckte bei der Übernahmemeldung bereits große Töne: "Unser Ziel ist es zu siegen - auch wenn das etwas Zeit dauern wird", so die Kampfansage. Die letzten WM-Titel des Werksteams stammen aus den Jahren 2005 und 2006, eingefahren durch Fernando Alonso. Der letzte Grand Prix-Sieg wurde 2008 eingefahren. Das neue Auto soll übrigens wieder den traditionellen gelben Renault-Look antreten.

Mit der Übernahme kommt Lotus endlich auch aus der finanziellen Schieflage. Zuletzt wurden die Ingenieure und Mechaniker immer wieder in der täglichen Arbeit behindert, weil Rechnungen nicht bezahlt wurden. Jetzt sind wohl alle Schulden getilgt. Das Budget muss sich nicht vor den anderen Top-Teams verstecken. Das Entwicklungsprogramm für 2016 - sowohl in Sachen Motor als auch in Sachen Chassis - ist ambitioniert. "Das Technikteam mache gute Fortschritte, um das Auto zu den Testfahrten Ende Februar 2016 in Barcelona fertig zu haben", heißt es im letzten Statement.

In unserer Galerie blicken wir noch einmal auf die Highlights aus mehr als 600 GP-Rennen des Renault F1 Werksteams.

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