Renault fackelt ab

Heidfeld entkommt der Flammenhölle

Nick Heidfeld Foto: dpa 41 Bilder

Update ++ Nick Heidfeld erlebte im dritten Training von Barcelona eine Schrecksekunde. Sein Renault fing auf der Gegengeraden plötzlich Feuer im Heck und brannte lichterloh. Der Pilot kam mit dem Schrecken davon. Das Auto war so stark beschädigt, dass Heidfeld die Qualifikation aussetzen musste.

Nick Heidfeld startet den GP Spanien aus der letzten Startreihe. Sein Renault konnte in der Qualifikation nicht zur Zeitenjagd antreten. Mit einem großen Feuerball im Heckbereich quittierte das Sportgerät schon zur Halbzeit des dritten Trainings seinen Dienst. Der Schaden am Renault war letztlich zu groß.

Heidfeld entkommt Flammen unverletzt

Der Zwischenfall ereignete sich auf der Gegengeraden des Circuit de Catalunya. Bei vollem Tempo loderten plötzlich Flammen im Bereich des Diffusors. Als Heidfeld sein Auto abbremste, zündelte es auch vor den Seitenkästen. Unter den großen Lufteinlässen treten beim Renault die Auspuffrohre aus. Die Fernsehbilder lassen vermuten, dass sich Benzin oder Öl mit den heißen Abgasen vermischten und zu dem Feuer führten.

Nick Heidfeld reagierte cool und steuerte das schwarz-goldene Auto auf die Wiese. Mit einem Sprung aus dem Cockpit befreite er sich aus der Flammenhölle. Streckenposten waren kurz darauf zur Stelle, um ein weiteres Ausbreiten des Feuers zu verhindern. Heidfeld kam mit dem Schrecken davon und blieb unverletzt.

Loch im Auspuff als Brandursache

"Das Feuer war zum Glück hinter und neben mir", beschrieb der Mönchengladbacher die Situation. "Es war aber eines der größten Feuer, die ich bisher im Auto erlebt habe." Was genau den Brand verursacht hat, konnte Heidfeld zunächst nicht sagen. Das Team bestätigte schließlich nach eingehender Untersuchung, dass ein Loch im Auspuff zu dem dramatischen Zwischenfall geführt hatte.

Vor der Qualifikation wechselten die Mechaniker den Motor. Auch die hintere Aufhängung überlebte die Grilleinlage nicht unbeschadet. Das Getriebe wurde ebenfalls gewechselt. In der Renault-Garage herrschte rege Betriebsamkeit. Mit einem Föhn wurden die Sponsorenaufkleber abgelöst und notdürftig erneuert. Doch der ganze Stress blieb unbelohnt. In der Qualifikation saß Heidfeld zwar im Auto, fuhr aber keinen Meter.

Heidfeld dürfte mit Ausnahmegenehmigung starten

Sorgen um die Rennteilnahme muss sich Heidfeld aber nicht machen. Zwar besagt das Reglement, dass der Abstand zum Quali-Schnellsten nicht mehr als sieben Prozent betragen darf, allerdings macht die FIA bei Technikproblemen eine Ausnahme, wenn ein Pilot in den Freien Trainings zuvor ein ausreichendes Tempo bewiesen hatte. Heidfeld wird somit von hinten starten. "Immerhin haben wir genug Reifen", versuchte der Deutsche noch etwas Positives zu finden.

In unserer Fotogalerie haben wir noch einmal die spektakulärsten Feuerunfälle im Motorsport für Sie.

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