Nico Hülkenberg - Renault - Formel 1 - GP Australien - Melbourne - 15. März 2019 Motorsport Images

Renault mit gutem Start

Ricciardo lernt noch von Hülkenberg

Nico Hülkenberg zeigte sich trotz eines Software-Problems im ersten Training zufrieden mit dem Melbourne-Auftakt. Neu-Teamkollege Daniel Ricciardo sieht dagegen noch Luft nach oben – vor allem auf dem Longrun.

Für die beiden Renault-Piloten begann das Australien-Wochenende nicht ganz nach Plan. Nico Hülkenberg musste nach der Installationsrunde im ersten Training erst einmal länger zuschauen. Ein Software-Problem hatte seinen Dienstwagen lahmgelegt. Die unfreiwillige Pause war offenbar die Folge menschlichen Versagens, wie der Pilot am Abend erklärte.

„Das war eine Kommunikationsgeschichte zwischen ein paar Leuten im Team. Während eines Neustarts ist etwas passiert, was nicht hätte passieren sollen. Dadurch haben die Ingenieure die Kommunikation mit dem Auto verloren. Die Mechaniker mussten dann den Unterboden nochmal abschrauben um an die Batterie zu kommen und einen mechanischen Reset der Elektronik durchzuführen. Das hat leider etwa gedauert.“

Hülkenberg sieht gute Basis

Ansonsten verbuchte Hülkenberg den Start der Saison aber als positiv: „Ich habe mich direkt wohlgefühlt. Das Auto hat reagiert, wie ich es wollte. Ich denke, wir haben eine gute Basis, auf der wir aufbauen können.“ In der Zeitentabelle landete der Rheinländer am Ende auf Rang sieben, direkt hinter Kimi Räikkönen. Besondere Hoffnung fürs Rennen am Sonntag macht Hülkenberg der gute Longrun zum Abschluss der Session.

Wo Renault genau steht, konnte der Pilot aber auch nach den beiden Trainingssessions noch nicht sagen: „Im Mittelfeld ist es nach wie vor ganz eng. Ich habe noch kein klares Bild. Ich warte einfach auf das Qualifying und dann schaue ich mir das Ergebnis an. Mit einem Top-Ten-Startplatz wäre ich aber schon zufrieden. Im Rennen geht dann vielleicht noch ein bisschen mehr.“

Nico Hülkenberg - Renault - Formel 1 - GP Australien - Melbourne - 15. März 2019
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Nico Hülkenberg kam im Training zum Australien-Grand-Prix schon gut zurecht.

Ricciardo in der Lernphase

Bei Daniel Ricciardo fiel das Fazit nach dem ersten Trainingstag bei Renault etwas anders aus. Auch der Lokalmatador kämpfte in der ersten Session mit einem Problem, das allerdings ganz anderer Natur war: „Die Abmessungen vom Gurt haben plötzlich nicht mehr gepasst. Es ist nicht so, dass ich plötzlich fett geworden bin. Ich habe ja diese Woche auch viel zu viel zu tun. Da bleibt gar keine Zeit zum Essen“, scherzte der Neuzugang.

Doch auch nachdem das Gurt-Problem behoben war, lief es nicht richtig rund. „Es war ein schwieriger Tag. Der schnelle Run mit dem weichen Reifen sah ganz gut aus, der Longrun am Ende war dagegen nicht so gut“, lautete die gemischte Bilanz. Im Gesamtklassement blieb Ricciardo mit nur sieben Hundertsteln Rückstand nah an Hülkenberg dran. Doch auf auf der Rennsimulation konnte er das Tempo des Schwesterautos nicht mitgehen.

„Sein Longrun sah deutlich besser aus als meiner. Das war ziemlich beeindruckend“, erklärte Ricciardo anerkennend. „Nico ist wie ich es erwartet habe. Er hat Erfahrung. Er ist schnell. Da muss ich wohl versuchen, das rechte Pedal noch ein bisschen länger und etwas weiter nach unten zu drücken.“

Daniel Ricciardo - Renault - Formel 1 - GP Australien - Melbourne - 15. März 2019
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Daniel Ricciardo fühlt sich noch nicht ganz wohl im neuen Dienstwagen.

Ricciardos Schuh drückt noch

Hülkenberg nimmt seinen neuen Partner in Schutz: „Wenn man das Team wechselt, braucht man etwas Eingewöhnungszeit. Das ist ganz normal, dass der Schuh noch nicht so richtig sitzt.“ Und auch Ricciardo geht davon aus, dass er sich schon bald wohler fühlen wird. „Nach fünf Jahren bei Red Bull musste ich über Setup-Änderungen gar nicht mehr groß nachdenken. Jetzt überlegt man schon mal etwas länger, an welchen Stellschrauben man drehen soll.“

Der Australier will zu Beginn der Saison deshalb erst einmal dem Weg seines Teamkollegen folgen: „Nico kennt das Auto besser. Da profitieren wir von seinem Wissen. Ich muss zu Beginn von ihm lernen. Vielleicht läuft es ja später irgendwann auch mal andersherum. Ich muss erstmal herausfinden, was ich vom Auto brauche.“

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