Daniel Ricciardo - GP Deutschland 2019 Motorsport Images
Pierre Gasly - Red Bull - GP Deutschland - Hockenheim - Freitag - 26.07.2019
Pierre Gasly - Red Bull - GP Deutschland - Hockenheim - Freitag - 26.07.2019
Pierre Gasly - Red Bull - GP Deutschland - Hockenheim - Freitag - 26.07.2019
Pierre Gasly - Red Bull - GP Deutschland - Hockenheim - Freitag - 26.07.2019 81 Bilder

Hülkenberg hofft auf Regen und Kälte

Hitze bremst Renault aus

Renault sorgte am Trainingsfreitag unfreiwillig für ordentlich Action. Daniel Ricciardo legte in der ersten Session einen Dreher auf den Asphalt. Nico Hülkenberg musste sein Auto am Nachmittag vorzeitig in der Boxengasse abstellen.

Dass Renault mit heißen Bedingungen nicht besonders gut zurechtkommt, haben wir schon in Österreich gesehen. Auch in Hockenheim zeigten sich die Piloten am Ende des Trainingstags noch nicht ganz zufrieden. „Wir sind wohl mit dem Setup etwas über das Ziel hinausgeschossen. Da müssen wir wohl zurückrudern“, grübelte Daniel Ricciardo am Abend.

Teamkollege Nico Hülkenberg wusste ebenfalls nicht ganz, was er von der eigenen Leistung halten soll: „Es war nicht schlecht, aber auch nicht besonders gut. Es ist schwer, das Auto in dieser Hitze richtig zu spüren. Alles ist irgendwie schwammig, vor allem auf der Hinterachse. Gut hat es sich nicht angefühlt, aber in der Zeitentabelle sah es am Ende dann gar nicht so schlecht aus.“

Hülkenberg und Ricciardo belegten die Plätze neun und 13 in der Tageswertung. Die eigenen Ansprüche liegen höher. Haas, Racing Point und Alfa Romeo waren schneller. Es gab aber auch Gründe für die mittelmäßige Geschwindigkeit. Wie uns die Ingenieure verrieten, war das Auto vom Kühlpaket schon auf den Temperaturumschwung am Samstag vorbereitet. So hat man in der Hitze ein paar Zehntel verschenkt.

Renault - Formel 1 - GP Deutschland - Hockenheim 2019
Motorsport Images
Daniel Ricciardo testete in der Früh mit einem Spezial-Flügel, wie sehr sich das Carbon unter Last verbiegt.

Technik hält Hülkenberg in der Box fest

Die Frage lautet nur, wie sich die Balance verändert, wenn die Temperaturen am Samstag plötzlich zehn Grad nach unten fallen. „Heute war es wie es war. Aber ob das morgen noch so ist, wird man sehen“, philosophierte Hülkenberg. „Bei Problemen müssen wir auf jeden Fall schnell reagieren und die richtigen Änderungen vornehmen.“

Apropos Probleme: Der gelb-schwarze Rennwagen mit der Startnummer 27 lief am Freitag nicht ganz rund. „In der Früh wurde das Auto irgendwie beschädigt, dadurch ging etwas Abtrieb verloren. Ich war plötzlich eine Sekunde langsamer“, berichtet der Deutsche vom Auftakt. Am Nachmittag stand der Lokalmatador dann plötzlich in der Boxengasse und musste von den Mechanikern zurück in die Garage geschoben werden.

„Es gab ein kleines Problem beim Rausfahren aus der Box. Da habe ich mit etwas zu viel Schlupf hochgeschaltet. Da ist das Getriebe irgendwie durcheinandergekommen und hat den Leerlauf eingelegt. Ich bin deshalb sicherheitshalber stehengeblieben und wir haben das Auto zurückgeholt. Das hat einen ganzen Rattenschwanz nach sich gezogen, wie zum Beispiel ein paar Überhitzungserscheinungen. Aber nichts Wildes“, winkt Hülkenberg ab.

Beim Teamkollegen lief auch nicht alles nach Plan. In der Früh legte Ricciardo am Ausgang von Kurve eins einen Highspeed-Dreher auf den heißen Asphalt: „Ich bin etwas zu nah an Magnussen rangefahren. Dann ist mir das Heck ausgebrochen und ich konnte es nicht mehr einfangen“, erklärte der Pilot die unfreiwillige Stunt-Einlage. „Die hohe Geschwindigkeit war in diesem Fall aber mein Freund. Sie hat mir geholfen, dass sich das Auto wieder in die richtige Richtung gedreht hat.“

Nico Hülkenberg - Renault - Formel 1 - GP Deutschland - Hockenheim 2019
Motorsport Images
Nico Hülkenberg ließ sich für das Heimspiel einen speziellen Helm designen.

Bringt Regen Renault Segen?

Bei den Aussichten für den Samstag sind sich die Renault-Piloten vorsichtig. „Haas, Alfa, Racing Point machen alle einen starken Eindruck. Wir kämpfen alle um Rang sieben. Es geht wieder verdammt eng zur Sache“, so die Kurzanalyse von Hülkenberg. „Ich bin aber trotzdem optimistisch. Der Einzug in das Q3 sollte möglich sein.“

Vielleicht wird aber auch alles ganz anders. Die Meteorologen warnen am Samstag vor heftigen Gewittern über Hockenheim. Die Renault-Fahrer hätten nichts gegen den ein oder anderen Guss. „Ich habe den Renault noch gar nicht auf feuchter Strecke bewegt“, verriet Ricciardo. „Deshalb würde ich mich über Regen freuen. In den letzten Jahren sah Renault immer ganz gut aus, wenn es nass war. Wenn ich Mercedes wäre, würde ich mir Sorgen machen. Aber in unserer Position eröffnet der Regen auch ganz neue Chancen.“

Hülkenberg würde sich ebenfalls über eine kühle Dusche freuen. „Wenn es regnet, wird das auf jeden Fall einiges durcheinanderwirbeln. Es ist immer eine Lotterie. Da muss man sich schnell anpassen und die richtigen Schlüsse ziehen. Ich sehe das aber ziemlich entspannt. Das ist ja für alle gleich. Mir persönlich gefällt es, wenn die Herausforderung groß ist.“

Motorsport Aktuell Charles Leclerc - Ferrari - Formel 1 - GP Deutschland - Hockenheim 2019 GP Deutschland 2019 - Ergebnis 2. Training Ferrari-Doppelspitze vor Hamilton

Charles Leclerc holt sich in Hockenheim die Tagesbestzeit.

Mehr zum Thema Renault F1 Team
Cyril Abiteboul & Toto Wolff - GP Österreich 2019
Aktuell
Renault - GP Ungarn - Budapest - Formel 1 - Freitag - 2.8.2019
Aktuell
Nico Hülkenberg - GP Deutschland 2019
Aktuell