Halbzeitbilanz bei Renault

"Keiner im Team ist zufrieden"

Eric Boullier Foto: Renault 26 Bilder

Zwei Podiumsplätze, 66 Punkte, Platz fünf in der Teamwertung. Bei Renault ist man enttäuscht von der ersten Saisonhälfte. Vor allem die Entwicklung in den letzten Rennen gibt Anlass zur Sorge.

Das Jahr ging gut los für Renault. Das Team zeigte sich unbeeindruckt vom Ausfall Robert Kubicas und fuhr in den ersten beiden Rennen in Australien und Malaysia überraschend aufs Podium. Das radikale Konzept mit dem Vorwärtsauspuff schien aufzugehen. Man kämpfte mit Ferrari und McLaren im Red Bull-Verfolgerfeld um die Positionen.

Renault verliert an Boden

Doch mit Beginn der Europa-Saison holte die Konkurrenz auf. Renault trat dagegen auf der Stelle. Nur beim Chaos-Rennen in Kanada setzte Vitaly Petrov mit Rang fünf noch einen kleinen Höhepunkt. Daneben gab es meist Pleiten, Pech und Pannen. Der Zug der drei Spitzenteams Red Bull, McLaren und Ferrari ist längst abgefahren. In Silverstone zog auch noch Mercedes vorbei und verdrängte Renault auf Platz fünf.

"Ich mache kein großes Geheimnis daraus, dass ich nicht zufrieden damit bin, wo wir gerade stehen", erklärte Teamchef Eric Boullier nach dem Halbzeitrennen am Nürburgring. "Keiner im Team ist zufrieden. Unser guter Saisonstart fühlt sich schon ziemlich lange her an. Wir müssen uns den Fakten stellen: Wir waren nicht schnell genug und arbeiten nun hart daran, dass wieder gerade zu rücken."

Probleme mit neuem Auspuff

Der Grand Prix von Deutschland sollte die große Wende bringen. Zum ersten Mal kehrte Renault von dem radikalen Auspuffkonzept ab, bei dem die Endrohre vor den Seitenkästen austreten. Nick Heidfeld zeigte eine Variante, wie sie fast das gesamte Feld fährt. Das neue System bläst nun seitlich auf die Ecken des Diffusors.

Wie bei anderen Teams zuvor, klappte die Übung nicht auf Anhieb. Das alte System stellte sich als schneller heraus. Vor dem Qualifying baute Renault wieder um. "Das Update hat nicht annähernd genug gebracht. Wir richten jetzt alle Augen voraus nach Ungarn, um sicher zu stellen, dass wir mit einem Hoch in die Sommerpause gehen."

Updates nach der Sommerpause

Boullier beklagt, dass zukünftig "größere Schritte" her müssen. Force India und Sauber waren zuletzt schneller unterwegs. Um nicht auch noch Rang fünf in Gefahr zu bringen, plant man zum Start der zweiten Saisonhälfte noch einmal ein aggressives Entwicklungsprogramm.

"In den nächsten fünf Rennen werden wir eine ganze Reihe an Verbesserungen liefern", verspricht Technikchef James Allison. "Die Grundentwicklung ist schon abgeschlossen. Wir müssen die Teile nur noch designen und produzieren." Nach der Sommerpause soll die Arbeit am aktuellen R31 dann nach und nach eingestellt werden. "Dann wir der Großteil unserer Forschungsabteilung und die rund die Hälfte der Produktion auf das Auto für kommende Saison verlagert", so Allison.

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