Nico Hülkenberg - Renault - Formel 1 - Test - Barcelona - 10. März 2017 xpb
Renault R.S.17 - F1-Auto 2017 - Präsentation London
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Wo steht Renault?

Hülkenberg beklagt zu wenige Runden

Die Renault-Ingenieure sind zufrieden, der Fahrer noch nicht ganz. Nico Hülkenberg wäre in Barcelona gerne mehr gefahren. Die Rundenzeiten wurden besser, doch Auto und Motor haben zu wenig Kilometer geschafft.

Das Mittelfeld der neuen Formel 1 reicht von Toro Rosso bis HaasF1. Da tummeln sich vier Teams innerhalb von drei Zehnteln. Die Frage lautet: Wer steht vorne, wer hinten? Nach der ersten Testwoche schätzte sich Renault eher am unteren Ende ein. Nach der zweiten haben die Ingenieure ihre Meinung revidiert. „Wir sind zusammen mit Toro Rosso leicht vor Force India und HaasF1“, so Einsatzleiter Alan Permane.

Grund zur Hoffnung gibt ihm die Runde von Nico Hülkenberg am Vormittag des letzten Testtages. Hülkenberg fuhr mit 1.19,885 Minuten eine fast identische Zeit wie Carlos Sainz im Toro Rosso. Drei Zehntel vor Sergio Perez im Force India. Der neue Heckflügel half. Es ist die Version, die auf Strecke wie Barcelona zum Einsatz kommen soll. Der höhere Abtrieb vergrößerte das Abstimmungsfenster.

Renault plant aggressives Upgrade-Programm

Für Permane ist das ein versöhnlicher Abschluss unter eine schwierige Testwoche. Am siebten Testtag schaffte Jolyon Palmer nur 53 Runden. Der Renault R.S.17 strandete zwei Mal mit dem gleichen Defekt. Der Antrieb der MGU-K war gebrochen. Wie bei Red Bull am Tag davor. Laut Sportchef Cyril Abiteboul ist der Brandherd unter Kontrolle. Bis zum Saisonauftakt in Melbourne gibt es eine stärkere Welle.

Die Ingenieure erhoffen sich davon zwei Zehntel, weil sie dann den Renault V6-Turbo häufiger und länger in der höchsten Power-Stufe fahren können. Die für den GP Spanien angekündigte Spezifikation 2 des Motors soll noch einmal 3 Zehntel bringen.

Dazu hat sich Renault ein ehrgeiziges Chassis-Programm gesetzt. Beginnend mit Melbourne soll es bei jedem Rennen kleine Upgrades und beim Europa-Auftakt in Barcelona eine große Ausbaustufe geben. Man verspricht sich davon eine halbe Sekunde Zeitgewinn. „Ich glaube nicht, dass Toro Rosso, HaasF1 und Force India unser Entwicklungstempo mitgehen können“, hofft Permane.

Nur 340 statt 500 Kilometer pro Tag

Nico Hülkenberg war mit den Testfahrten nicht ganz zufrieden. „Wir haben unsere Erwartungen nicht ganz erfüllt und sind nicht dort, wo wir sein sollten. Ich bin mit der Balance des Autos noch nicht ganz zufrieden und hätte gerne mehr an der Abstimmung gearbeitet. Leider lief uns wegen der Standfestigkeitsprobleme etwas die Zeit davon.“

In diesem Punkt stimmt Permane zu: „Wir hätten sicher nicht das Pensum von Mercedes fahren können. Dazu fehlen uns einfach die Teile. Doch das Ziel waren 500 Kilometer pro Tag. Das haben wir verfehlt.“ Nach sieben Testtagen betrug der Schnitt 340 Kilometer pro Testtag. Abschließende Frage an Hülkenberg nach ausgiebigem Studium der Autos an der Strecke. Wer hat das beste Auto? „Ganz klar Ferrari“, sagt der neue Renault-Pilot.

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