Nico Hülkenberg - Renault - Formel 1 - GP Aserbaidschan - 27. April 2019 Motorsport Images

Renault im Elend

Ohne Vertrauen durch die Mauern

Renault steht mit dem Kurs von Baku auf Kriegsfuß. Nico Hülkenberg flog schon in der ersten Qualifikationsrunde raus. Daniel Ricciardo kam mit Ach und Krach durch. Die Renault-Piloten haderten mit tiefen Reifentemperaturen.

Die zweite K.O.-Runde der Qualifikation lief, und Nico Hülkenberg saß bereits in Zivil im Renault-Pavillon und schaute sich den Fortgang des Trainings am Fernsehbildschirm an. Für ihn war nach den ersten 18 Minuten Schluss. Hülkenberg schied im Q1 mit der 18.Trainingszeit aus. Vom rettenden 15. Rang trennten ihn eine Sekunde.

Sein Teamkollege Daniel Ricciardo hatte den Sprung ins Q2 mit Ach und Krach geschafft. Der Australier kreuzte die Ziellinie zwei Zehntel, bevor die Ampel wegen des Unfalls von Robert Kubica auf Rot sprang. Weiter als auf Platz 12 schaffte es Ricciardo dann aber auch nicht.

Renault stand bereits seit der ersten Trainingsrunde mit dem 6,003 Kilometer langen Stadtkurs auf Kriegsfuß. Die Reifen wollten auf den gelbschwarzen Autos einfach nicht in ihr Arbeitsfenster kommen. „Dabei haben wir den Abtrieb immer weiter erhöht“, verzweifelte Teamchef Cyril Abiteboul. „Aber irgendwann war auch da Schluss, weil wir sonst auf der Gerade zu viel Zeit verlieren“, bedauerte Hülkenberg.

Daniel Ricciardo - Renault - Formel 1 - GP Aserbaidschan - 27. April 2019
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Daniel Ricciardo schaffte es auch nur in die zweite Runde des Qualifyings.

Maximale Felgenheizung vorne

Renault steckte in dem berühmten Teufelskreis, aus dem es kein Entrinnen gibt. Kein Grip, keine Kurvengeschwindigkeit, keine Temperatur im Reifen. „Die Reifen waren auf der kühlen Seite. Aber da muss noch etwas anderes dazukommen. Die Balance war nicht mal so schlecht. Es fehlte einfach der Grip. Das Auto ist über alle vier Reifen gerutscht. Ich konnte einfach den Speed nicht in die Kurven mit reinnehmen“, erklärte Hülkenberg sein enttäuschendes Trainingsresultat.

Boxentafel - Hamilton - GP Aserbaidschan 2018
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Auch maximales Aufheizen der Vorderreifen über die Bremsen brachte keine Besserung. Die Folge waren immer wieder stehende Räder. „Zuerst hat sich ein HaasF1 vor mir in Kurve 3 verbremst, dann hat es mich in der gleichen Kurve erwischt. Da verlierst du jedes Mal zwei Zehntel.“

Auf dem glatten Asphalt waren die Reifen für die Renault-Ingenieure ein Buch mit sieben Siegeln. „Irgendetwas haben wir da nicht verstanden“, ärgerte sich Hülkenberg. „Aber wenn der Grip nicht da ist, fehlt dir zwíschen den Mauern einfach das Vertrauen. Und dann kommt so ein Ergebnis raus.“

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