Daniel Ricciardo - Renault - GP Ungarn 2019 - Budapest - Qualifying xpb
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Renault bringt in Ungarn kein Auto ins Q3

Daniel Ricciardo im Stau

Bei Renault will es einfach nicht vorwärts gehen. Es zeichnet sich einfach kein positiver Trend ab. Der Werksrennstall brachte kein Auto ins Q3. Daniel Ricciardo steckte im Stau, und bei Nico Hülkenberg fehlten am Ende 47 Tausendstel.

Es ist wie verhext. Entweder fehlt Renault der Speed, oder man stellt sich selbst ein Bein. Manchmal passiert auch beides. So wie diesmal in Ungarn. Nico Hülkenberg und Daniel Ricciardo qualifizierten sich für die Positionen 11 und 18. Insgeheim hatte man mit zwei Top Ten-Resultaten gerechnet. „Ich glaube, wir hatten den Speed fürs Q3. Das Auto fühlte sich viel besser als im dritten Training an“, berichtete Daniel Ricciardo. Es wäre knapp geworden. So wie bei Nico Hülkenberg. Den Deutschen fehlten 0,047 Sekunden zum Aufstieg in das Top Ten-Finale.

Ein Platz in den ersten fünf Startreihen hätte sich optisch sicher besser gemacht, doch Hülkenberg ist gar nicht so unglücklich, dass er nun als Elfter mit freier Reifenwahl starten kann. „Für uns ist es besser, dass wir nicht mit dem Soft-Reifen fahren müssen.“ Der Renault R.S. 19 ist weiterhin kein Auto, mit dem man mit Leichtigkeit das Mittelfeld anführt. Meistens übernimmt McLaren diese Rolle. „Wir sind nicht happy damit, wo wir jetzt stehen. Es fehlt immer noch Speed und Konstanz. Gerade in den vielen mittelschnellen Kurven hier am Hungaroring haben wir noch unsere altbekannten Probleme. Das Upgrade von Frankreich war leider auch nicht der große Eisbrecher. Den bräuchten wir aber, um das Mittelfeld komfortabel anzuführen. Wir stecken dagegen mittendrin und müssen um jedes Hundertstel kämpfen, weil das entscheidend sein kann“, resümiert Hülkenberg die erste Saisonhälfte.

Nico Hülkenberg - Renault - GP Ungarn 2019 - Budapest - Qualifying
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Nico Hülkenberg startet von Platz 11, Teamkollege Ricciardo von ganz hinten.

Neuer Motor für Ricciardo

Daniel Ricciardo hat es zu spüren bekommen. Der Australier blieb im Stau stecken. „Wenn es auf jede Kleinigkeit ankommt, fährst du eben auch so spät wie möglich in deine Qualifikationsrunde. Ich hatte zwar einen guten Puffer bis zur Zielflagge, aber als wir uns dem Ende der Aufwärmrunde genähert haben, bin ich auf einen ganzen Pulk von Auto aufgelaufen mit Lewis vorne dran. Da hatte ich die Wahl: Entweder vom Gas gehen und riskieren, dass ich mit eiskalten Reifen in meine Quali-Runde gehe, oder angreifen und die langsamen Leute vor mir überholen. Als ich gesehen habe, wie Lewis vorne plötzlich weg fährt, habe ich mich für Angriff entschieden.“

An Romain Grosjean kam Ricciardo problemlos vorbei. An Sergio Perez blieb er in der Zielkurve hängen. Damit war die entscheidende Runde beim Teufel. „Die Aktion hat auch Sergio geschadet. Es war ein bisschen unglücklich. Als vorne die Post abging, musste ich reagieren. Wir haben in China eine ähnliche Situation erlebt, und auch da sind einige Leute auf der Strecke geblieben. Meine Angst, mit kalten Reifen zu versauern, war einfach größer“, rechtfertigte sich Ricciardo gegen Kritik, er habe sich nicht an ein Gentlemen‘s Agreement unter den Fahrern gehalten, wonach man sich in der Aufwärmrunde nicht behindert.

Hülkenberg sah das Drama aus sicherer Entfernung. „Ich bin ganz am Ende des Zugs gelegen. Als ich gesehen habe, dass sich da drei oder vier Autos zusammenballen, habe ich sofort Fahrt rausgenommen und mir Luft nach vorne verschafft. Daniel ist nach vorne geprescht. Ich finde nicht, dass mit meiner Taktik die Reifen gelitten haben. Der Grip hat sich okay angefühlt.“

Renault wird aus der Not eine Tugend machen. Einsatzleiter Alan Permane kündigte an, dass man die Gelegenheit wahrnehmen werde, in Ricciardos Auto einen kompletten Satz neuer Antriebselemente einzutauschen. „Damit ersparen wir uns Startplatzstrafen bei Rennen, bei denen wir besser sein werden.“ Ricciardo wird deshalb vom letzten Platz aus ins Rennen gehen.

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