Renault

Kein Vorteil für das Team

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Renault geht in seinem Spionagefall in die Offensive. Das französische Formel-1-Team versicherte am Freitag (9.11.) in einer schriftlichen Stellungnahme, es habe keinerlei Vorteile aus Datenmaterial des Konkurrenten McLaren gezogen.

Renault muss sich am 6. Dezember vor dem Motorsport-Weltrat des Internationalen Automobil-Verbandes FIA verantworten, weil ein ehemaliger McLaren-Ingenieur bei seinem Wechsel Informationen mitgenommen hat, die in den Bau des Rennwagens R27 eingeflossen sein sollen.

Datenbesitz zugegeben

Die Franzosen räumten ein, dass Phil Mackereth im September 2006 ohne Wissen der Teamverantwortlichen einige Daten von seinem ehemaligen Arbeitgeber McLaren mitgebracht und auf sein persönliches Adressbuch im Renault-Dateisystem geladen habe. Nachdem die Verantwortlichen davon erfahren hätten, hätten sie sofort Maßnahmen ergriffen.

Die Daten seien komplett aus dem Computersystem des Teams gelöscht worden. Renault habe umgehend McLaren und die FIA informiert und danach ständig über alle weiteren neuen Erkenntnisse unterrichtet. Der Ingenieur sei sofort seines Postens enthoben worden. Die Originaldisketten seien McLaren zurückgeschickt worden.

Keinerlei Vorteile

Renault versicherte, es habe keinerlei Vorteile aus dem Material gezogen. Zudem habe es in dieser Angelegenheit immer mit McLaren und der FIA zusammengearbeitet sowie unabhängige Experten des britischen Konkurrenten eingeladen, um seine Computersysteme und Autos untersuchen zu lassen. "Wir vertrauen voll auf die Entscheidung des Weltrates", heißt es in der Presseerklärung.

McLaren-Mercedes war im Spionage-Skandal um geheimes Ferrari-Material zu einer Rekordstrafe von 100 Millionen Dollar verurteilt worden. Zudem hatte die FIA dem britisch-deutschen Team alle Punkte aberkannt und es aus der Konstrukteurs-Weltmeisterschaft 2007 ausgeschlossen.

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