Renault-Fahrerkarussell

Renault hat keine Eile bei der Fahrerwahl

Gerard Lopez Eric Boullier Foto: xpb 22 Bilder

Das zweite Renault-Cockpit neben Robert Kubica ist momentan das wohl begehrteste im Formel 1-Zirkus. Doch bei Renault hat man auch nach der Anfrage von Kimi Räikkönen keine Eile. Indes bestätigte Räikkönens Manager den Kontakt zu Renault.

Während bei den Top-Teams alle Plätze bereits vergeben sind, buhlen die übrig gebliebenen Formel 1-Piloten um das zweite Cockpit bei Renault. Längst sind es aber nicht mehr nur die aktiven Piloten wie Heikki Kovalainen oder Adrian Sutil, die mit dem möglichen Arbeitsplatz bei Renault liebäugeln. Auch Kimi Räikkönen hat sich eingeschaltet und plant offenbar die Rückkehr in die Formel 1. Sein Manager Steve Robertson bestätigte das gegenüber der finnischen Tageszeitung "Turun Sanomat".

Räikkönens Manager bestätigt Renault-Anfrage

"Es stimmt, ich habe mit Boullier gesprochen", meint Robertson. "Wir wollen alle möglichen Optionen  für nächstes Jahr auskundschaften. Kimi und ich haben bei Renault nachgefragt, wie die Situation ist." Die Situation ist eigentlich klar: Vitaly Petrovs Stuhl wackelt. Robert Kubica gelang es bis auf den Auftakt in Bahrain und bei seinen Ausfällen in Silverstone und Budapest immer in den Punkterängen anzukommen. Petrov schaffte mit dem gleichen Auto den Sprung unter die ersten Zehn dagegen nur drei Mal. Der Russe konnte auch in Monza mit Platz 13 nicht gerade ein Ausrufezeichen setzen. Während Robert Kubica Achter wurde, sah Petrov blass aus.
 
Das sieht auch Teambesitzer Gerard Lopez so. "Ich bezweifle, dass er in Monza genug getan hat, um seinen Platz für nächstes Jahr zu rechtfertigen", sagte er im Gespräch mit der "Press Association". Dass es nun so viele Interessenten gibt, freut Lopez. Trotzdem wolle man sich mit der Entscheidung nun Zeit lassen und sei nicht in Eile. Außerdem wolle man auch alles dafür tun, dass Petrov weiterhin zweiter Fahrer bleibt.

Wie lange hat Renault Geduld?

Damit Petrov tatsächlich bei Renault bleibt, muss er aber wohl eher selbst etwas tun. Möglicherweise will man ihm bei Renault nun in Singapur eine weitere Chance geben, sich zu beweisen. Fragt sich, wie lange die Franzosen noch Geduld mit dem ehemaligen GP2-Piloten haben. Finanziell konnte er seine fahrerischen Schwächen jedenfalls nicht kompensieren. Der Russe soll wohl weit weniger Sponsorengelder zu Renault gebracht haben, als sich die Franzosen erhofft hatten.

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