Red Bull mit Honda-Motoren ab 2019

Renault lässt Red Bull fallen

Renault hat Red Bull mitgeteilt, dass es ab 2019 keine Motoren mehr gibt. Das bedeutet, dass Honda übernächste Saison beide Red Bull-Teams ausrüsten muss. Toro Rosso hatte sich für 2018 freiwillig von Renault getrennt.

Offiziell werden die neuen Motoren-Verträge erst verkündet, wenn auf dem Marina Bay Circuit am Freitag das erste Training zum GP Singapur stattfindet. McLaren fährt 2018 mit Renault-Power. Toro Rosso wechselt von Renault zu Honda. Die Pressemitteilung muss möglicherweise erweitert werden. Renault trennt sich Ende 2018 auch von Red Bull. Um genau zu sein: Der Vertrag, der Ende 2018 ausläuft, soll nicht mehr verlängert werden. Wie der Fahrerlagerfunk meldet: Auf Wunsch der Chefetage in Paris.

Demnach soll es bei den Trennungsverhandlungen zwischen Toro Rosso und Renault zu Verstimmungen gekommen sein. Red Bull ließ es offen, ob man 2019 mit Renault- oder Honda-Motoren fährt. Der Rennstall aus Milton Keynes war durch das Abkommen mit Toro Rosso in der glücklichen Lage, sich Mitte nächsten Jahres den Hersteller auszusuchen. Je nachdem wer die besseren Perspektiven bietet, bekommt den Zuschlag.

Ricciardo und Verstappen auf dem Absprung

Da wollte Renault nicht mitspielen und kündigte Red Bull an, dass man ab 2019 nicht mehr auf Renault-Motoren bauen kann. Damit bleibt für Red Bull nur noch Honda übrig. Mercedes und Ferrari werden sich weiter weigern, einen Mitkonkurrenten aufzurüsten. Und Porsche kommt frühestens 2021.

Red Bull muss beten, dass Honda in der nächsten Saison den Anschluss findet. Deshalb wird der Rennstall aus Milton Keynes auch eigene Expertise im Bereich des Elektroantriebs einfließen lassen. Deutet sich 2018 bei Honda keine Besserung an, werden sich Daniel Ricciardo und Max Verstappen anderweitig orientieren.

Ricciardos Vertrag läuft aus. Verstappen wäre noch gebunden, doch wenn der Holländer keine Chance auf den WM-Titel sieht, ist er auch weg. Eine Stellungnahme von Red Bull lässt noch auf sich warten.

Red Bull-Ausstieg 2021?

Die neue Entwicklung lässt im Fahrerlager die Spekulationen blühen. Die Branche hält es nicht für unmöglich, dass sich Red Bull Ende 2021 komplett aus der Königsklasse zurückzieht. Angeblich werden in der Finanzwelt bereits Gespräche geführt, um einen eventuellen Übernahmekandidaten zu finden.

Die Red Bull-Verantwortlichen hatten einen Ausstieg bereits angedroht für den Fall, dass die neue Motorenformel ab 2021 nicht ihren Vorstellungen entspricht. Die Linie, die Red Bull-Chef Dietrich Mateschitz vertritt ist klar: In Zukunft muss die Formel 1 wieder ein Sport werden und keine Technologie-Ausstellung.

Die jüngsten Berichte aus dem Hauptquartier der Formel 1 deuten jedoch drauf hin, dass man sich eher wieder dem Wunsch der Hersteller entspricht, mit zukunftsgerichteter Technik zu fahren.

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