Renault

Massendämpfer bleiben illegal

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Das Weltmeister-Team Renault und Titelverteidiger Fernando Alonso haben vor dem Berufungsgericht des Internationalen Automobilverbandes (FIA) eine Niederlage und damit im Kampf um den erneuten WM-Titel einen Rückschlag einstecken müssen.

Die vier Richter des FIA-Berufungsgericht haben am Dienstag (22.8.) entschieden, dass das von Renault mit viel Erfolg eingesetzte Massendämpfersystem trotz gegenteiliger Entscheidung der Rennkommissare in Hockenheim weiter als illegal betrachtet wird. Die Entscheidung der Juristen aus Belgien, Kanada, Großbritannien und den Vereinigten Staaten gab die FIA erst am Mittwochnachmittag bekannt.

"Nach der Anhörung beider Parteien und Auswertung der zahlreichen Dokumente und weiterer Beweise, hat das Gericht die Entscheidung Nummer 8 der Rennkommissare aufgehoben und die als einstellbarer Massendämpfer bekannte Technik als Verstoß gegen Artikel 3.15 der Formel 1-Reglements eingestuft", sagt ein Statement der Sportbehörde.

Drei Zehntel pro Runde

Das Gericht schloss sich damit der Argumentation der FIA-Regelhüter an, die in der Technik eine unzulässige aerodynamische Hilfe sahen. Zudem arbeitet das System mit beweglichen Massen. Nicht fest installierter "Ballast" ist jedoch verboten. Renault argumentierte, dass es sich bei den Schwingungsdämpfern, die Nickbewegungen der Front auf Bodenwellen vermindern, um rein mechanische Stoßdämpfer handelt.

Der Zeitvorteil der Schwingungsdämpfer liegt laut Aussage von Renault-Teamchef Flavio Briatore bei etwa 0,3 Sekunden pro Runde. Seit die Weltmeister die Technik nicht mehr benutzen dürfen, ist die Überlegenheit der Gelbblauen dahin. Im Finale der WM steigen so die Chancen für Ferrari.

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