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Renault mit mehr Risiko in Abu Dhabi

Platz 6 wäre ein Schönheitspreis

Renault - Formel 1 - GP Abu Dhabi - 23. November 2017 Foto: ams 111 Bilder

Renault braucht 5 Punkte, um Toro Rosso im Kampf um Platz 6 noch abzufangen. Dafür geht das Werksteam in Abu Dhabi wieder mehr Risiko. In Brasilien hatte man die Leistung der Motoren aus Angst vor Schäden zu stark zurückgefahren.

23.11.2017 Tobias Grüner

Nico Hülkenberg ist mit seiner ersten Saison bei Renault zufrieden: „Wir haben das geschafft, was wir uns vorgenommen haben. Du musst deine Erwartungen immer managen. Wir sind schwach in die Saison gestartet und haben stark aufgeholt. In der zweiten Saisonhälfte waren wir auf jeder Strecke in der Lage, aus eigener Kraft in die Punkte zu fahren.“

Wenn es nicht funktioniert hat, dann war die mangelnde Standfestigkeit schuld. Oder eine zu konservative Taktik wie in Brasilien. Da wäre im Rückblick ein 7. Platz möglich gewesen, hätte man die Motorleistung in der Qualifikation und im Rennen nicht so stark runtergeschraubt.

Normale Motor-Mappings in Abu Dhabi

Damit ist jetzt in Abu Dhabi Schluss. Beim letzten Rennen gilt: Hop oder top. Der Yas Marina Circuit liegt auf Meereshöhe. Damit verrichten die Turbolader und die MGU-H wieder ihren normalen Dienst. In der Höhenluft von Sao Paulo und noch mehr von Mexiko-City legten die Turbinen und die Welle zur MGU-H Sonderschichten ein.

Deshalb hat Renault für das Finale entschieden: Wir gehen wieder kalkuliertes Risiko. Im Werksteam kann man es sich leisten. Dort gibt es noch ein paar Ersatzteile, sollte im Training etwas schiefgehen.

Um Toro Rosso noch vom 6. Platz in der Konstrukteurs-Wertung zu verdrängen, braucht Renault 5 Punkte. Das ist ein 7. Rang im Rennen, oder noch besser, zwei Fahrer in den Punkterängen. Mit Nico Hülkenberg und Carlos Sainz ist der französische Werksrennstall da besser besetzt als sein direkter Kontrahent.

Wie wichtig ist dieser 6. Platz für Renault? „Der sechste hört sich besser an als der siebte. Es wäre schon gut, wenn wir es schaffen, aber es wird unser Leben nicht dramatisch verändern“, meint Hülkenberg. „Solange man nicht ganz vorne fährt, ist sowieso alles irrelevant.“

Troubleshooting läuft schon seit Monaten

Wer Hülkenberg Schönfärberei vorwirft, der bekommt die Antwort: „Ihr müsst immer schauen, wo Renault herkommt. Das Team hatte nach dem Kauf von Lotus von ganz unten begonnen. Das änderst du nicht über Nacht.“ In der Truppe und der Fabrik sei in der Zwischenzeit wahnsinnig viel passiert. Neue Leute, bessere Werkzeuge, effizientere Strukturen. „Renault ist auf dem richtigen Weg.“

Auch um das Dauerproblem Standfestigkeit ist Hülkenberg nicht bange, obwohl die Techniker da eine große Aufgabe vor der Brust haben: „Der Winter dauert ja nicht nur vier Monate. Wir haben mit unserer Kurskorrektur schon vor ein paar Monaten angefangen. Da ist vieles parallel zum Tagesgeschäft passiert.“

Auch Carlos Sainz ist zuversichtlich, dass er mithelfen kann, Renault noch an seinem Ex-Team Toro Rosso vorbeizubringen. „Ich fühle mich in meinem Auto immer wohler. Brasilien war ein weiterer Schritt in diese Richtung. Hätte ich nicht am Anfang des Rennens durch eine Kollision so viel Abtrieb verloren, hätte es sich auch im Resultat niedergeschlagen.“

Neuester Kommentar

Der letzte Satz ist Quatsch, sorry. Der aktuelle Abstand sind 4 Punkte, und je nachdem, wieviele Punkte STR holt, müßte Renault mindestens einen Punkt mehr holen.

Ist aber nicht ausgeschlossen, dass STR punktet, der Kurs passt gut zu STR:

Tamburello 23. November 2017, 18:18 Uhr
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