Renault mit zwei Autos in Top Ten

Hülkenberg fordert Upgrades

Nico Hülkenberg - Renault - Formel 1 - GP Bahrain - 7. April 2018 Foto: sutton-images.com 83 Bilder

Renault ist auf gutem Weg sich die Vorherrschaft im Mittelfeld zu erkämpfen. Der französische Werksrennstall brachte als einziges Team der Kandidaten für Platz 4 beide Autos in die Top Ten der Startaufstellung.

Die Kandidaten im Kampf um Platz 4 fahren ihr eigenes Rennen im Rennen. Renault und HaasF1 konnten ihre Form von Melbourne konservieren. McLaren fiel zurück. Force India und Toro Rosso holten auf. Doch nur Renault brachte beide Autos ins Q3. Kleiner Wermutstropfen: Pierre Gasly und Kevin Magnussen qualifizierten sich vor Nico Hülkenberg und Carlos Sainz. Hätte Hülkenberg seine Zeit aus dem Q2 wiederholt, wäre er jetzt Best of the Rest.

Doch im Vergleich zur zweiten K.O.-Runde verlor der Rheinländer 0,373 Sekunden. Seine direkten Gegner konnten sich alle verbessern. Die Erklärung ist wie so oft kompliziert: „Im Q2 habe ich exakt das Arbeitsfenster der Reifen getroffen. Das ist mir im Q3 nicht mehr gelungen. Da ist irgendwas aus den Fugen geraten. Wie immer waren es Kleinigkeiten. Der Reifensatz, der Luftdruck, die Aufwärmrunde. Da hatte ich zwei Kurven lang ein Auto im Weg. Das willst du in dem Moment eigentlich nicht sehen. Was im Q2 wie am Schnürchen lief, ging plötzlich in die andere Richtung. Ich habe überall ein bisschen verloren. In Summe sind das dann aber gleich 4 Zehntel.“

Toro Rosso war als Gegner nicht auf der Rechnung

Carlos Sainz - Renault - Formel 1 - GP Bahrain - 7. April 2018 Foto: sutton-images.com
Renault brachte immerhin beide Autos in die Top Ten.

Hülkenberg fühlte sich in seinem Auto deutlich wohler als noch in Melbourne. „Das Auto macht jetzt wieder mehr als ich will. Die Balance war immer noch nicht perfekt, aber das darf sie auch nicht sein. Sonst bist du nicht am Limit.“ Teamkollege Carlos Sainz berichtete das Gegenteil: „Mir fehlte das Vertrauen ins Auto, das ich in Melbourne noch hatte. Unter den Umständen war das Ergebnis noch ordentlich.“

Über Lewis Hamilton und Max Verstappen machen sich die Renault-Piloten keine Gedanken. „Die können wir sowieso nicht aufhalten. Wir müssen uns auf unser Umfeld konzentrieren, und das sind hier Toro Rosso und HaasF1. Ich habe auch McLaren noch nicht abgeschrieben“, warnte Hülkenberg.

Toro Rosso schwang sich überraschend zu einem Gegner für Renault auf. Red Bulls B-Team brachte ein großes Aero-Paket mit neuem Frontflügel, Leitblechen und Unterboden nach Bahrain. Honda überarbeitete seinen Spec1-Motor, um eine Wiederholung des Problems mit der MGU-H zu verhindern. „Jetzt müssen auch bei uns Upgrades kommen“, forderte Hülkenberg. Er wird sich noch bis Baku gedulden müssen. Da versprechen die Techniker neue Flügel vorne und hinten und einen modifizierten Unterboden.

Auch Hülkenbergs altes Team Force India gewinnt langsam wieder Land. Obwohl der neue Frontflügel nach einem Einsatz am Freitag in der Kiste blieb. „Das Auto bewegt sich langsam in die richtige Richtung“, stellte Sportdirektor Otmar Szafnauer zufrieden fest. „Wir brauchen nur noch mehr Grip hinten. Am Kurvenausgang verlieren wir zu viel Zeit.“

Esteban Ocon schaffte es ins Q3. Sergio Perez verfehlte die finale Quali-Runde um eineinhalb Zehntel, weil sich die Batterie vor der letzten Kurve entleerte. Szafnauer: „Wenn der Unterschied zwischen Sein oder Nichtsein so gering ist, killt dich so ein Problem.“

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