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Ferrari - Technik - Barcelona-Test 2017 - Formel 1
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Mercedes - Technik - Barcelona-Test 2017 - Formel 1 32 Bilder

Renault-Defekte bei den Tests

Motoren-Probleme schnell zu lösen?

Der neue R.E.17-Motor von Renault hat die erwartete Leistung, aber er kränkelt noch. Das Problem liegt im elektrischen Bereich. Sportchef Cyril Abiteboul verspricht Abhilfe bis Melbourne.

Renault und Honda haben für die Saison 2017 neue Motoren gebaut, um Mercedes einzuholen. Beide mussten bei den Testfahrten in Barcelona ihren Preis bezahlen. Die Mechaniker bekamen viel Übung im Wechsel von Antriebseinheiten. Während bei Honda keine schnelle Lösung in Sicht scheint, beruhigt Renault-Sportdirektor Cyril Abiteboul seine Kundschaft mit dem Merkel-Spruch: „Wir schaffen das.“

Gemeint ist der Saisonstart in Australien. Bis dahin will Renault auf den gröbsten Baustellen aufgeräumt haben. Das Werksteam wechselte insgesamt 4 Mal unplanmäßig die Motoren. Toro Rosso kam in der ersten Testwoche wegen 3 Schäden der Antriebseinheit kaum zum Fahren. Und Red Bull erwischte es in der letzten Woche gleich zwei Mal an einem Tag.

Red Bull, Renault und Toro Rosso liegen mit 634, 597 und 584 Runden auf den Plätzen 7, 8 und 9 der Zuverlässigkeitstabelle. Zum Vergleich: Mercedes spulte an acht Tagen 1.096 Runden ab.

Schwachstelle ist der Antrieb der MGU-K

Trotzdem gibt es auch gute Nachrichten aus dem Lager der Franzosen. Das Werksteam ließ den neuen R.E.17-Sechszylinder ein paar Mal auf voller Power-Stufe fahren. Die GPS-Analysten von Mercedes passten genau auf. „Der Renault-Motor hat richtig Leistung.“

Meistens jedoch mussten den Renault-Teams mit gebremstem Schaum fahren. Deshalb zieht Mercedes bei seinen Analysen von den Red Bull-Rundenzeiten 5 bis 7 Zehntel ab. „So viel schneller könnten sie fahren, wenn sie den Motor voll aufdrehen.“

Abiteboul gibt zu, dass es im elektrischen Teil des Triebwerks noch Probleme gibt. Vor allem im Antrieb der MGU-K. Der brach allein 4 Mal. „Hatten wir auch, nur mit der anderen Elektromaschine. Das ist jetzt mit einer neuen Welle gelöst“, heißt es bei Mercedes.

Abiteboul beruhigt: „Das Motorkonzept ist brandneu. Es ist normal, dass am Anfang Schwierigkeiten auftreten. Nach dem Wegfall der Token-Regel haben wir aber alle Möglichkeiten, darauf zu reagieren.“

Spec 2-Motor debütiert beim GP Spanien

Für die Renault-Ingenieure kamen die Schäden in Barcelona laut Abiteboul nicht überraschend. Obwohl einige Motoren auf dem Prüfstand bereits 4.500 Kilometer geschafft hatten. „Die Probleme, die wir auf der Strecke hatten, konnten wir schon vorher auf dem Prüfstand feststellen. Das haben wir im Griff. Es ist ein gutes Zeichen, dass nichts Neues dazugekommen ist.“

Die erste Korrektur wird Renault schon in Melbourne anbringen. Damit sollte die MGU-K halten. Abiteboul räumt ein: „Es könnte aber sein, dass wir mit dem Spec 1-Motor noch nicht die Laufleistung schaffen, die wir uns als Ziel gesetzt haben. Deshalb werden wir die Logistik der Einsatzzyklen etwas umstellen. Mit dem Spec 2-Motor sollten wir dann wieder auf Kurs sein.“

Der Spec 2-Motor soll beim GP Spanien debütieren. Die Zahlen versprechen 3 Zehntel schnellere Rundenzeiten. Also noch einmal ein Quantensprung bei der Leistung. Die Renault-Piloten erhoffen sich dann auch mehr Durchzug im mittleren Drehzahlbereich. „Aus den langsamen Ecken heraus beißt der Mercedes wie ein Straßenmotor zu. Da haben wir noch ein kleines Loch.“

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Die Renault-Ingenieure sind zufrieden, der Fahrer noch nicht ganz.

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