Renault nähert sich Platz fünf

Update für Suzuka geplant

Nico Hülkenberg - GP Singapur 2017 Foto: xpb 21 Bilder

In Monza lief für Renault nichts zusammen. In Singapur war man wieder vierte Kraft. Das Team überholte HaasF1 und verkürzte den Abstand zu Williams. Obwohl Nico Hülkenberg ausfiel.

Renault hatte in Singapur nur einen Gegner aus dem Mittelfeld. McLaren war eine Gefahr. Und wird es nach dem Motorenwechsel von Honda zu Renault im nächsten Jahr dauerhaft werden. Auf dem winkeligen Stadtkurs halfen die Umstände. McLaren spielte die Qualitäten seines Chassis aus. Der leistungsschwache Honda-V6 hielt. Trotzdem wehrte Nico Hülkenberg den Angriff im Qualifying ab. Er bezwang Fernando Alonso und Stoffel Vandoorne. Obwohl Renault auf das neuentwickelte Bodywork verzichtete. Stattdessen änderte man nur den Unterboden vor den Hinterrädern. „Das bringt etwas mehr Abtrieb“, verriet Einsatzleiter Alan Permane.

Neue Bargeboards für Japan

Der größte Gegner aus dem Mittelfeld war nach einer Kurve schon draußen. Alonso wurde unverschuldet ins Startchaos gezogen. Hülkenberg startete den GP Singapur auf Vollregenreifen. Wie neun seiner Kollegen. Das restliche Feld entschied sich für Intermediates. „Für uns war die Strecke nass. Deshalb fiel die Wahl auf die Full Wets”, sagte Permane. Die blau- und grünmarkierten Pirellis hielten sich in der Anfangsphase die Waage. Dann crashte Daniil Kvyat und gab den Vollregenreifen-Startern die Chance, auf die Intermediates zu wechseln. Renault holte Hülkenberg nicht direkt, sondern erst in der zweiten Runde der Neutralisation rein. Der lange Rheinländer fiel von Rang drei auf Platz fünf. Valtteri Bottas und Carlos Sainz rutschten ohne Boxenstopp vorbei.

Beim Tausch auf Slicks schnappte man sich zumindest wieder Sainz. Hülkenberg verbrachte eine Runde länger auf der Strecke, während der Spanier kämpfte, seine Supersoftreifen ins Arbeitsfenster zu fahren. Hülkenberg lag auf Kurs zum vierten Rang. Bis die Technik versagte. Der Renault-V6 verlor Öl und zwang den WM-Zehnten zur Aufgabe. “Man schuftet das ganze Wochenende und dann das. Aber wir können es nicht ändern. Die Formel 1 ist ein technischer Sport und ein Teamsport„, äußerte sich Hülkenberg. “Er wäre locker Vierter geworden„, ärgerte sich Permane. “Für die ersten drei hätte es nicht gereicht. Die waren zu schnell für uns.„

Diesmal spielte der schwer angezählte Jolyon Palmer den Punktelieferant. Der Brite beging keinen Fehler und sammelte acht wichtige Zähler für die Konstrukteurs-WM. Damit überflügelte Renault HaasF1 und ist jetzt Siebter. Das Ziel ist der fünfte Rang. Den Rückstand zu Williams reduzierte Renault von 21 auf 17 Punkte. Dazwischen befindet sich noch Toro Rosso. Mit zehn Punkten Vorsprung.

Renault sieht sich im Plan. “Wir haben das viertschnellste Auto im Feld und das schnellste der Mittelfeld-Teams. Wir sollten den fünften Platz noch schaffen. In Malaysia sollten wir komfortabler vor unseren Verfolgern liegen. Es gibt keine Strecke, vor der wir uns fürchten„, sagt Permane. Damit Renault das Ziel sicher erreicht, legt die Technikabteilung in Enstone weiter nach. Für Suzuka sind neue Bargeboards geplant. Es könnte aber passieren, dass die neuen Teile erst für das Rennen in den USA fertig sind.

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