Renault R.S.18 für die F1-Saison 2018

Infos, Daten und Bilder

Renault R.S.18 - F1-Auto 2018 Foto: Renault 19 Bilder

Renault hat erste Bilder des R.S.18 für die neue F1-Saison gezeigt. Auf den Computergrafiken sind aber noch nicht allzuviele Details zu erkennen. Am meisten sticht die neue Farbgebung des Hülkenberg-Renners ins Auge.

Der Renault R.S.18 ist ein Auto mit zwei Gesichtern. Jedenfalls was die Farben betrifft. Von vorne dominiert Gelb, von schräg hinten schwarz. Das Gelb ist jetzt heller, die Konturen des Auto mit feinen schwarzen Nadelstreifen deutlich hervorgehoben. Auf den ersten Blick hat man den Eindruck, es handele sich hier um zwei unterschiedliche Autos. An der Nasenspitze erinnert die Trikolore daran, dass hier der französische Nationalrennstall im Einsatz ist. Das zeugt von gewachsenem Selbstbewusstsein.

Von den Teams, die bislang ihre neuen Autos präsentiert haben, deckt Renault am wenigsten die Karten auf. Man hat fast den Eindruck, als stünde das das Vorjahresauto mit Halo Modell. Apropos Halo: In der Ansicht von schräg hinten zeigt sich wieder mal, was für ein Anschlag auf den guten Geschmack dieser Titanbügel ist. Er sitzt wie ein Rettungsring über den Cockpit. Fehlt nur noch, dass er rot-weiß angemalt wird. Halo-Gegner Nico Hülkenberg mag gar nicht mehr darüber diskutieren. „Es ist wie es ist. Wir können den Halo nicht mehr wegmachen. Deshalb zerbreche ich mir auch nicht mehr den Kopf drüber.“ Das klingt nach Resignation.

Renault R.S.18 zeigt noch nicht viele Details

Die im Computer erstellte Grafik des Renault R.S.18 lässt viele Details noch im Dunkeln. Die Nase wirkt eine Spur breiter als im Vorjahr mit etwas weiter ausgestellten Pylonen für den Frontflügel. Immerhin erkennt jetzt auch der Laie den Unterschied zwischen Frontflügel-Hauptblatt und Flap. Die Flaps sind gelb lackiert. Von neuen Formen im Vergleich zu 2017 sehen wir noch nichts. Kommt bestimmt in Barcelona.

Renault R.S.18 - F1-Auto - 2018
Hülkenberg-Renner im Video 10 Sek.

Der Airbox-Einlass sieht wuchtiger aus, ist aber nicht mehr so deutlich unterteilt wie beim Vorgänger. Da war die Luftzufuhr für den Motor in einen ebenso breiten wie flachen Schnorchel integriert. Links und rechts wurde Luft für die Kühler abgezweigt. Diesmal wirkt es wie eine große Öffnung, deren Kanäle sich erst weiter innen auffächern. Die komplette Airbox ist breiter, dafür kürzer. Die Motorabdeckung fällt wie beim Williams früh nach unten, so dass die Airbox-Finne fast so mächtig aussieht wie im letzten Jahr. Sie könnte deshalb in ihrer Funktion so gut sein wie das alte Segel. Und das hielt bei Kurvenfahrt schädliche Luftwirbel vom Heckflügel fern.

Die Kühlschächte in den unten stark eingezogenen Seitenkästen fallen wie gehabt dreieckig aus. Ganz anders als der Red Bull bauen die Seitenteile lange breit, bevor sie sich nach hinten verjüngen. Dadurch haben sie auf der Seite eine Art Delle. Ein S-Schacht ist noch nicht zu erkennen. Er könnte aber noch kommen. Über der Startnummer 27 ist eine Fläche, die sich öffnen lässt.

Hülkenberg freut sich über gute Daten

Renault R.S.18 - Screenshot - Motor-Soundcheck-Video - 2018
Erster Sound-Check 1:35 Min.

Mit den Leitblechen geht die Computergrafik noch sparsam um. Es ist weder eine Variation des Ferrari-Tricks an den Seitenkästen zu erkennen, noch irgendeine andere innovative Lösung rund um die Strömungshilfen. Vieles sieht dem alten R.S.17 noch ähnlich. Das Leitblech unter der Nase ist zweiteilig, die Strömungshilfen vor den Kühleinlässen wie bei Force India gezackt. Da erwarten wir schon bei den Testfahrten mehr. Auffällig sind dagegen die weit ausgestellten Spiegel. Sie müssen wahrscheinlich nach außen gestreckt werden, damit die Fahrer an der breiten Motorabdeckung vorbeischauen können.

Mit dem neuen R.S.18 will Renault den Rückstand zu den Top-Teams halbieren und mindestens auf Rang 5 in der Konstrukteurs-WM landen. Die größten Gegner werden McLaren und Force India sein. Nico Hülkenberg jedenfalls ist mit den Zahlen zufrieden, die ihm präsentiert wurden.

„Wir haben gewissenhaft an allen Fronten gearbeitet und haben einen guten Schritt gemacht. In der Performance und auch von der Zuverlässigkeit. Da haben wir auf den Prüfständen schon viel mehr Distanz abgespult als letztes Jahr. So stehen ganz anders da und viel besser vorbereitet als letztes Jahr. Die drei Top-Teams werden weiterhin vorne die Pace machen. Dann hoffe ich, dass wir und McLaren kommen und vielleicht noch die Indianer. Mal gespannt, was Force India wieder hinzaubert.“ Gute Nachricht auch aus der Motorenabteilung in Paris: „Was ich von den Jungs aus Paris höre: Sie sind zufrieden, wo wir mit dem Motor stehen. Deutlich besser als letztes Jahr.“

Sein Chef Cyril Abiteboul geht ins Detail: „Wir haben alle Arbeitsprozesse, das Design der Teile und die Qualitätskontrolle unter die Lupe genommen. Der Motor hat auf den Prüfständen vor der ersten Testfahrten bereits das Elffache der Distanz aus dem Vorjahr abgespult.“ Gleichzeitig verspricht Renaults Teamchef: „Im letzten Jahr konnten wir das Potenzial des Motors wegen der Sorgen um die Standfestigkeit nicht ausschöpfen. Jetzt können wir es.“ Dabei hat sich die Aufgabe wegen der Beschränkung auf drei Motoreinheiten verschärft. „Die Motoren müssen jetzt 7.000 statt 5.000 Kilometer halten. Rein rechnerisch ist das um 30 Prozent mehr. Doch der Aufwand, dorthin zu kommen, beträgt 50 Prozent.“

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