Renault

Sieben Zehntel in 196 Tagen

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Kein Team hat sich so verbessert wie Renault. Zu Saisonbeginn waren schon WM-Punkte ein Erfolg. Jetzt fährt Fernando Alonso aus eigener Kraft auf das Podest und - wenn andere mithelfen, wie in Singapur und Japan - auch zum Sieg.

Renault hat BMW als dritte Kraft im Feld abgelöst. Der leitende Ingenieur Pat Symonds rechnet vor: "Zu Saisonbeginn waren unsere Rundenzeiten 1,2 Prozent langsamer als die der Spitze. Nun sind es nur noch 0,5 Prozent." Auf die Renndistanz in Melbourne umgerechnet fehlte Renault bei einer Rundendauer von 1.30 Minuten 1,1 Sekunden auf die Spitze. Jetzt sind es nur noch vier Zehntel.

Großer Schritt bei der Aerodynamik

Zwischen Mittelmaß und dem ersten Sieg liegen 196 Tage. Würde man mit dem Renault R28 heute zurück nach Melbourne gehen, wäre er um 1,2 Sekunden schneller. Neun Zehntel davon gehen laut Symonds auf die Aerodynamik, drei auf den Einsatz von Massenträgheitsdämpfern.

Der größte Schritt gelang Renault in Barcelona mit einem Zeitgewinn von 0,65 Sekunden. Danach betrieb Renault nur noch Feintuning. "Und wir verstehen besser, wie wir das Auto abstimmen müssen, vor allem die Massenträgheitsdämpfer", sagt Symonds. Die Ingenieure korrigierten die Geometrie der Vorderachse, packten zusätzlich zum Ballast in der Nase Wolframplatten in die Frontflügel-Endscheiben und änderten das Profil des oberen Flaps, was steile Anstellwinkel erlaubt.

Feintuning am Motor

Die Vorderreifen liefern jetzt mehr Grip, das Untersteuern ist weg. Symonds: "Der Abtrieb ist stabiler, wenn die Vorderräder eingeschlagen sind. Das macht das Auto berechenbarer. Und Vertrauen ist Rundenzeit." Messwerte bestätigen: In Fujis schnellster Kurve lagen Alonso und Piquet vorne.

Nach neun Motorschäden im Juli durfte Renault trotz eines Vetos von BMW die Kolbenbolzen modifizieren. Die Ingenieure beteuern, dass es sich um eine reine Sicherheitsmaßnahme gehandelt habe. Zweifler glauben, dass der Eingriff eine höhere Verdichtung, neue Benzinsorten und damit mehr Leistung erlaubt. Piquet winkt ab: "Mehr Power? Davon spüre ich nichts."

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