Renault-Urteil

Die Begründung des Gerichts

Foto: Wolfgang Wilhelm

Am Mittwoch (24.8.) veröffentlichte die FIA die Urteilsberündung für das endgültige Verbot der Renault-Schwingungsdämpfer. Das Berufungsgericht der Sportbehörde wirft Renault vor, die Vorteile der umstrittenen Technik herunterzuspielen.

Die Renault-Verantwortlichen, die mit sechs Vertretern zur Verhandlung am Dienstag (22.8.) angerückt waren, argumentierten vor dem Berufungsgericht, dass die umstrittenen Schwingungsdämpfer in erster Linie der Reduktion von Vibrationen dienten, und laut Technik-Experte Robin Sharp: "lediglich einen kleinen, untergeordneten aerodynamischen Vorteil" böten.

Das Gericht unter der Leitung des Belgiers Philippe Roberti de Winghe konterte: "Was immer auch der Vorteil sein mag, und auch wenn Mild Seven Renault F1 diese herunterspielt, ist es notwendig, auf Artikel 3.15 zu verweisen."

Dieser besagt, dass jedes aerodnamische Teil am Chassis fest gesichtert sein muss. Bei besagtem "Tuned Mass Damper" (TMD) handelt es sich aber um ein fünf bis zehn Kilo schweres, mit zwei Federn bewegliches Gewicht in der Nase des Renault R26. Dass es sich bei der Technik um ein Fahrwerksteil wie die Federung handelt, verwarf das Gericht ebenfalls. Laut Artikel 1.14 sei das Fahrwerk so definiert, "dass alle Räder mit einem gefederten Medium am Chassis angebracht sind." Der Schwingungsdämpfer sei aber ein integrativer Bestandteil des Chassis.

Renault will Urteil akzeptieren

Um eventuellen Vorwürfen, die die Unabhängigkeit des Gerichts anzweifeln könnten oder die Art des Verfahrens kritisieren, weist das von FIA-Präsident Max Mosley veröffentlichte Schreiben zuerst einmal in epischer Breite darauf hin, dass alle beteiligten Parteien an demselben nichts auszusetzen hatten. Renault hatte bereits im Vorfeld angekündigt, dass man das Urteil des Gerichts respektieren werde.

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