Renault will unter die Top Drei

Renault präsentiert als letztes Topteam sein neues Auto. Der R24 bot beim Präsentationstermin in Palermo keine großen Überraschungen. Der neue Renner läuft schon seit einer Woche im Testbetrieb.

Renault-Vorstandschef Patrick Faure gab bei der Vorstellung persönlich die Richtung vor: 2005 soll der Titel nach Frankreich gehen. In dieser Saison visiert Faure einen Platz unter den besten Drei an, was bedeutet, dass man aus dem Triumvirat Ferrari, Williams-BMW und McLaren-Mercedes mindestens ein Team hinter sich lassen muss.

"Man kann nicht länger nur von den Top-Drei reden", sagt Faure. "Letztes Jahr sind wir Teil der Großen Vier geworden. Dieses Jahr stecken wir unsere Ziele logischerweise ein Stück höher."

Neues Auto, aber alter Motor

Die Ingenieure mussten wegen des geänderten Motorkonzepts (72 statt 111 Grad Bankwinkel) die Heckpartie deutlich verändern. Trotz des weniger flachen Zehnzylinders fällt die hintere Verkleidung stark ab, um den Heckflügel mit nach hinten verlängerten Seitenplatten optimal anzuströmen.

Bei der Präsentation äußerte sich Topfahrer Fernando Alonso zwar zuversichtlich, Tage zuvor gab der Spanier aber zu, dass Renault im Titelkampf 2004 wohl keine Rolle spielen werde. Das Problem ist der Motor. Nach der Abkehr vom flachen Motorkonzept ist die Motorenabteilung noch nicht soweit, ein neues Aggregat vorweisen zu können.

So gehen die Blaugelben mit einem überarbeiteten Supertec-Motor aus dem Jahr 2000 an den Start, der zu schwer ist, und dem es zu den Top-Motoren an Leistung fehlt. Nur sechs Monate hatten die Motoren-Ingenieure für die Entwicklung Zeit. Im Laufe der Saison sollen zwei größere Entwicklungsschritte folgen - der erste bereits in Imola. Zur Zeit leistet der 72-Grad-Motor etwa 820 PS und ist damit nicht stärker als sein flacher Vorgänger.

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