Perez, Hülkenberg & Ocon - GP Belgien 2017 Wilhelm
Ferrari - GP Belgien 2017
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Renault will WM-Rang 5

Keine Angst vor Monza

Renault hat in Belgien erneut bewiesen, dass man aktuell hinter den drei Top-Teams die vierte Kraft ist. Obwohl Monza nicht die optimale Strecke für die gelb-schwarzen Renner ist, hofft das Team von Nico Hülkenberg auf Punkte.

Renault ist das Team, das seit dem Saisonstart den größten Sprung nach vorne gemacht hat. Vor allem mit dem neuen Unterboden, der beim GP England debütierte, ging es richtig nach vorne. Und mittlerweile ist Renault trotz Leistungsdefizit sogar auf Power-Strecken wie Spa-Francorchamps ein sicherer Punktekandidat.

Einsatzleiter Alan Permane zeigte sich zufrieden mit der Entwicklung: „Wir waren in Silverstone und Budapest schon an der Spitze des Mittelfelds – auf zwei komplett unterschiedlichen Strecken. Und jetzt wieder in Spa. Das zeigt, dass das Auto auf allen Strecken gut sein sollte.“ In Belgien wurde Nico Hülkenberg wieder nur von den Autos der drei Top-Teams Mercedes, Ferrari und Red Bull geschlagen. Weil Max Verstappen ausfiel, sprang am Ende ein sechster Platz heraus.

Hülkenberg setzt sich am Start durch

Zu Beginn hatte es noch nicht nach 8 Punkten für das Teamkonto ausgesehen: „Mein Start war ziemlich scheiße“, erinnert sich der Rheinländer. „Aber dann habe ich in Kurve 1 gut reingehalten. Ich weiß nicht, was Checo (Perez) ausgangs der Kurve hatte. Der war ziemlich langsam. Da konnte ich auf der Anfahrt zu Eau Rouge noch vor ihn setzen.“ Der Mexikaner war in einem falschen Hybrid-Modus unterwegs, was den Überholvorgang erleichterte.

Renault - Formel 1 - GP Kanada - Montreal - 8. Juni 2017
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Laut Hülkenberg war das der Schlüssel zum guten Ergebnis: „Wir wussten, dass wir auf der Geraden langsamer waren als Force India, deshalb mussten wir gleich die Nase vorne haben. Fernando (Alonso) konnte ich danach noch niederringen. Aber andere wären zu schnell gewesen auf der Geraden.“ Auch Permane lobte seinen Pilot: „Nico hat uns wieder sehr geholfen. Wie er sich in den ersten Runden durchgesetzt hat, war beeindruckend.“

Teamkollege Jolyon Palmer ging dagegen wieder einmal leer aus. Dabei hatte das Wochenende für den Briten gut begonnen. Im Qualifying markierte die Renault-Nummer-2 zum Teil bessere Rundenzeiten als Hülkenberg, bis im Q3 das Getriebe verreckte. Die Strafe warf ihn aus den Top Ten. „Bis zum Start fuhr Jolyon ein fehlerfreies Wochenende“, lobte Permane. „Aber durch die Strafe steckte er im Rennen viel im Verkehr und bekam dadurch Probleme. Ich hoffe, wir sehen in Monza wieder den Jolyon vom Beginn des Wochenendes.“

Monza nicht schlimmer als Spa

Nach Spa wartet mit Monza die nächste schwierige Strecke auf Renault. Die Mercedes- und Ferrari-Kunden im Mittelfeld reisen mit einem spürbaren Leistungsvorteil zum Highspeed-Festival. Permane rechnet sich dennoch etwas aus: „Monza wird sicher eine harte Herausforderung. Aber wir müssen keine Angst haben. Klar spielen die PS dort eine wichtige Rolle, aber die Runde ist relativ kurz. Deshalb ist der Zeitverlust mit weniger Leistung zumindest im Qualifying nicht höher als in Spa. Erst im Rennen wirkt es sich dann etwas mehr aus.“ Hülkenberg gibt sich weniger optimistisch: „Ich glaube, es wird eher schwierig. Aber ich lasse mich gerne überraschen.“

In der WM-Wertung ist Renault auf dem Vormarsch. Dass man die 69 Punkte Rückstand auf Force India noch aufholen kann, glauben die Renault-Verantwortlichen nicht wirklich. „Das wird eine schwere Aufgabe. Wir müssten schon regelmäßig mit beiden Autos besser punkten als sie. Aber wir geben unser Bestes. Nichts ist unmöglich“, so Permane nach dem Blick auf den WM-Stand.

Das Problem: Palmer steht immer noch ohne Punkte da. Und mit nur einem Auto regelmäßig in den Top Ten muss Renault kleinere Brötchen backen. Williams (+11), Toro Rosso (+6) und Haas F1 (+1) will man aber auf jeden Fall noch überholen: „Unser Ziel ist Platz 5 in der Team-WM. Das sollten wir realistisch erreichen können, ohne jetzt irgendwas Verrücktes mit dem Auto machen zu müssen. Wir haben noch ein paar neue Teile im Köcher. Aber die Entwicklung des 2018er Autos wird dadurch nicht leiden“, verspricht Permane.

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